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Venezuela. Notizen

2 Wochen Aufenthalt in Venezuela im März 2012 - Reise von Bogota nach Venezuela - der Grenzübertritt ins Chavez-Venezuela: eine feste Adresse haben - Mentalität - Klima - ewige "Revolution" - Öffnungszeiten - Militärstil - Geldscheine - Spanisch - Verkehr - Strassengestaltung - öffentlicher Verkehr - Armut - Wasser - katholischer Rom-Kirchenterror - Hotels - Manöver gegen Ausländer am Bankomaten - Verbot des Geldverschickens ins Ausland - Verpflegung - Verstaatlichung der Lebensmittelproduktion - Gesundheit - seriöse Polizei - Kindergeld - Casino - Internet - Disco - Western Union als "Grupo Zoom" - Einwanderung - Chavez verschenkt Wohnungen - Gefangene werden bezahlt - Taxifahrer der Colectivos erhalten Lohnerhöhung - der verlorene Hugo Chavez - Regierung und Opposition mit Todesschwadronen - Opposition gründet Gegenregierung - "USA" lässt Personal aus Venezuela abziehen -- 29.7.2017: Eltern geben Kinder an SOS-Kinderdörfer ab -- 15 Tote bei den Wahlen in Venezuela -- Mitgliedschaft bei Mercosur wird suspendiert -- 17.8.2017: Zootiere werden "privatisiert" -- Parlament in Venezuela hat keine Gesetzesbefugnis mehr -- 25.8.2017: Trumpel verbietet Handel mit venezolanischen Staatsanleihen -- 16.9.2017: Venezuela lässt sein Öl in Yuan notieren -- 4.10.2017: Maduro mit Putin -- 2018: Sanktionen der kriminellen EU UND der Schweinz (Schweiz) gegen Venezuela -- 22.4.2018: Goldreserven von Venezuela schwinden drastisch -- 7.5.2018: Venezuelas Ölproduktion wird wegen fehlender Investitionen sinken -- 11.6.2018: NATO will Venezuela destabilisieren und dann besetzen, zusammen mit "befreundeten" Nachbarländern --

von Michael Palomino (2012)

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Reise von Bogota nach Venezuela

Venezuela im März 2012 war ein sehr stolzer Staat mit einer armen Bevölkerung. Der Stolz ist für die einen durch den Ölreichtum und für die anderen durch den "Sozialismus" verursacht. Die Reise von Bogotá nach Venezuela beansprucht zu Land zwei Tage, von Bogota nach Bucaramanga mit einem Reisebus (z.B. mit der Busfirma "Berlinas" oder "Copetran", leider viel zu kalt klimatisiert und mit Winterkleidung und Decken). Die Reise von Bogota nach Bucaramanga abwärts dauert 12 Stunden, in umgekehrter Richtung aufwärts 15 Stunden. Dabei muss man wissen, dass in Bucaramanga die Hotels regelmässig voll sind mit eben all denjenigen Leuten, die von Bogota nach Venezuela reisen, vor allem am Montag. Das heisst, man sollte sich ein Hotel kurz vor Bucaramanga aussuchen und kurz vor Bucaramanga den Bus auf eigene Faust verlassen, um nicht vor vollen Hotels zu stehen.

Von Bucaramanga bis Cucutá sind Kleinbusse unterwegs, die von einer bestimmten Kreuzung abfahren. Die Taxifahrer wissen Bescheid. in unendlichen Serpentinen überwinden die Kleinbusse dann die nächste Andenkette. Natürlich fehlt auch hier wieder ein Tunnel, und die von Alkohol geprägte, kolumbianische Regierung, die 75% des Haushalts weiterhin für die Armee ausgibt, hat nicht im Sinn, an diesem Serpentinenzustand der Postkutschenzeit etwas zu ändern. Die Fahrt dauert ca. 10 Stunden.  An der Kreuzung vor Cucutá muss man dann aussteigen und ein Taxi zur Grenze nehmen.

Der Grenzübertritt ins Chavez-Venezuela: eine feste Adresse haben

Die venezolanischen Grenzbeamten verlangen, dass man bei der Einreise eine Adresse in Venezuela angibt, samt Bundesstaat, in der sich die Stadt des ersten Aufenthalts befindet. Man sollte als Tourist genau vorbereitet sein und günstige Hotels aus einer bekannten Stadt aus dem Reiseführer angeben, und den Bundesstaat wissen, wo man dann eine Nacht verbringen muss. Wer keine Adresse hat, wird abgewiesen und muss sich im Internet ein Hotel suchen, das dann sicher einen hohen Preis hat.

Die erste Übernachtung wird dann in San Cristóbal (Bundesstaat Tachira) sein und die Weiterfahrt am nächsten Tag nach Caracas oder nach San Fernando. Risikofreudige Leute können auch direkt nach der Ankunft in San Cristóbal ihre Weiterfahrt buchen und die Nacht durchfahren - aber man soll sich dann nicht wundern, wenn eventuell der Chauffeur einschläft und die Reise eventuell direkt in den Himmel geht.

Hotels in San Cristóbal (Bundesstaat Tachira, Venezuela):

-- Residencia El Sol (teuer, gross, sicher Zimmer frei)
calle 5bis Nº3-126 el Lobo
sector Paramillo
San Cristóbal
tel. 0058-(0)27 635 64 149
e-mail: info@residenciaturisticaelsol.com

-- Mon Cricket Hotel (billiger, aber kleiner)
calle 12 Nº12-84 Esquina Carrera 13
sector San Calros
San Cristóbal
tel. 027-63 44 56 46 - 344 62 04
e-mail: reservaciones@moncrickethotel.com

Mentalität in Venezuela
Die Menschen in Venezuela sind eigentlich sehr weltoffen, gleichzeitig aber auch sehr besonnen, kaum hektisch, sind kaum manipulierbar, erwarten aber oft eine bessere Welt, die bis heute noch nicht gekommen ist.

Klima in Venezuela
In Venezuela ist das Klima sehr heiss und 30 Grad sind am Tag normal.

Die ewige "Revolution"
An jeder zweiten Mauer prangte in Venezuela in grossen, roten Buchstaben das Wort "Revolution", wobei die Revolution nie zu Ende ist und viele Leute in einem dauernden "Fieber" leben, die "Revolution" zu vollbringen und alles besser zu machen, obwohl die Regierung gleichzeitig viele Entwicklungen blockiert. Mao-Diktator Hugo Chavez beherrscht den nationalen CNN-Sender und hat selber zwei Fernsehsender schliessen lassen. Oppositionelle Sender müssen vom Ausland aus senden, melden die Wahrheit und können dort nicht geschlossen werden.

Öffnungszeiten: Trotz dieses Revolutions-"Fiebers" wird in vielen Städten in Venezuela eine Siesta von 12 bis 16 Uhr abgehalten, um die enorme Mittagshitze im Land zu umgehen. In dieser Siesta-Zeit verkehrt auch kaum öffentlicher Verkehr. Das heisst, diese Siesta in Venezuela ist praktisch ein Diktat. Ausserdem ist es so, dass am Samstag oft schon um 12 Uhr Mittags die Läden zugehen und der gesamte Samstagnachmittag und Sonntag ist ohne viel Geschäftsverlauf. Sogar in Caracas ist am Sonntag alles zu und kein einziges Internetcafé hat geöffnet. Es ist alles zu ausser Restaurants, Märkte und Casinos. Das heisst, Casino ist offen, Internet und Western Union aber nicht, und das ist doch einfach pervers. Es ist eine Kunst, in Venezuela ein Internetcafé zu finden, das am Sonntag geöffnet ist. In manchen Einkaufszentren (centro comercial, kurz "c.c.") gibt es Internetcafés, die auch am Sonntag geöffnet haben, aber da muss man sich bereits in Caracas auskennen, um diese Einkaufszentren auch zu finden, denn dazu ist eine Fahrt mit der U-Bahn erforderlich. Taxi kommt in Caracas sehr teuer zu stehen.


Beispiel eines Internetcafés, das auch am Sonntag offen hat (Angabe der Bevölkerung): calle Elice zwischen avenida Francisco de Miranda und avenida Libertador, Haus Residencial Elite, im Quartier Chacao in Caracas.

Viele Geschäfte in Venezuela haben kein einziges Schild am Eingang, und wenn das Geschäft geschlossen ist, wissen nur die Einheimischen, was sich im Geschäft hinter dem Rollladen befindet.

Samstags und Sonntags haben kaum Geschäfte geöffnet, aber an diesen beiden Tagen sind in Venezuela grosse Feste und Partys erlaubt.

Im Aufzug kann es sein, dass da unverständliche Abkürzungen stehen wie z.B. "PB", was "planta baja" bedeutet, also Untergeschoss.

Militärstil bei den Umgangsformen: Als Kompensation für den unterschwelligen Frust herrscht in Venezuela zum Teil derselbe harsche und unfreundliche Umgangston wie im kriminellen Peru. Dies gilt in Venezuela auch für die Erziehung von Kindern, die zum Teil als "carajito" ("Verdammtes") oder als "guaricho" oder als "chamo" bezeichnet werden. Grausamer kann man Seelen nicht traktieren. Die Mütter erniedrigen systematisch die Buben und die Männer. Es ist nur logisch, dass solche rabiaten Umgangsformen - die als "Eigenschaft" von Widerstand gewertet werden - die Entwicklung von Intelligenz und jeglichen ganzheitlichen Geist blockieren. Die Männer in Venezuela - und im kriminellen Peru ist es genau gleich - bleiben somit meistens ewige Kinder (puer aeternus) und niemand nimmt nichts mehr ernst. Die Latino-Männer aber meinen, dies sei "normal" und wissen nichts von der Sklaverei, die sie den Frauen zu verdanken haben.

Militärstil Verkaufsstrategie: Auch in Venezuela (wie in Kolumbien und im mittleren und nördlichen Ecuador) gilt der militaristische Stil, mit Menschen umzugehen, und alle Verkäufer und Verkäuferinnen schreien "zu Befehl" ("a la orden"), um das Publikum zum Kauf anzureizen - ein grausamer Psychoterror.

Militärstil Frisur: Der Militärstil in Venezuela erstreckt sich auch auf die Frisur. Als Hugo Chavez wegen sinnloser Bestrahlungsbehandlungen alle Haare ausgefallen waren, konnte man mehrfach Männer mit "Chavez-Glatzen" sehen .

Geldscheine in Venezuela: Venezuela besticht durch Geldscheine, auf denen nicht nur Männer, sondern auch Tiere und Pflanzen abgebildet sind. Gleichzeitig sind aber auch 2er- und 5er-Geldscheine vorhanden, deren Wert doch eher in Münzen geprägt werden sollte, um ein Chaos im Portemonnaie zu vermeiden.

Spanisch in Venezuela: In Venezuela werden relativ oft eigene Wörter verwendet als im kriminellen Peru, Ecuador oder Kolumbien. Wie es zu dieser Sprachentwicklung kam, wissen die Linguisten. Beispiel ist das Wort Banane, das in Venezuela weder "banano" noch "plátano" heisst, sondern "cambur".


Verkehr in Venezuela

Venezuela hat bis heute eine Tradition der alten "Strassenkreuzer", die noch aus den "USA" stammen (zum Beispiel die alten "Dodge"). Es sind oft noch die alten Süffel der 1960er Jahre. Die Venezolaner lassen sich diese Tradition der grossen Autos nicht nehmen und das Öl ist in Venezuela billig und somit bleibt der Strassenkreuzer bis heute ein Statussymbol.

Venezuelaner nehmen sich in Sachen Verkehr die "USA" gerne zum Vorbild, und deswegen können alle Venezuelaner in der Spur fahren. Aber Blinker werden eher selten bis gar nie bedient, da verhalten sich die Venezuelaner wie die Peruaner.

Venezuela hat bis heute (2012) eine Tradition, dass die meisten Getriebe Automatik sind. Automatikschaltungen sind in diesem Land, wo es nicht viele hohe Berge gibt und der Höhenunterschied maximal 1500 Meter beträgt, auch gut anwendbar.

Stadtumfahrungen kennt Venezuela bis heute nicht, sondern es geht alles durchs Zentrum. Fussgängerüberführungen an mehrspurigen Strassen fehlen, und so kommt es durchaus vor, dass Fussgänger auch vierspurige Autobahnen zu Fuss überqueren müssen, z.B. auf der Strecke zwischen San Fernando und Carácas kurz vor Carácas. Das müsste sofort korrigiert werden.

Das Dreirad-Lastenvelo ist in Venezuela praktisch nicht vorhanden. Dafür transportieren arme Leute in beschränkter Weise Waren auf normalen Velos.


Strassengestaltung in Venezuela

Hausnummern, Strassennamen und Trottoirrampen habe ich in Venezuela kaum gesehen und gibt es in den Aussenquartieren überhaupt nicht - mit allen Nachteilen, die das im Notfall mit sich bringt. Eine stufenlose Allee-Überquerung ist in Venezuela eine absolute Seltenheit.

Überlandstrassen sind in Venezuela oft von dicken Ölpipelines begleitet.

In der Region Caracas sind Autoschlangen und Staus keine Seltenheit, denn in Sachen Veloverkehr wird absolut nichts getan.


Öffentlicher Verkehr in Venezuela

Regionaler Busverkehr: An den Kleinbussen sind keinerlei Routen angegeben. Die Bewohner können sich nur an der Farbe der Busse orientieren. Touristen sind absolut aufgeschmissen und haben weder Linienkarten noch selbständige Orientierung an den Bussen zur Verfügung.

Nationaler Busverkehr mit Winterklima: Die Überlandbusse (buses interprovinciales) in Venezuela haben alle total verdunkelte Scheiben gegen die Sonne. die Reise in der Nacht ist in Venezuela sehr beliebt, um die Tageshitze zu vermeiden.

Die Abfahrtszeiten sind meistens mit 30 Minuten Verspätung.

Ausserdem sind die Klimatisierung jeweils viel zu stark eingestellt, falls es sich um einen klimatisierten Bus handelt. Das heisst, in Venezuela herrscht bis heute die Mentalität, dass sich jemand "besser" fühlen soll, wenn er eine "starke" Klimaanlage hat. Dieses Macho-Gehabe in Sachen Klimaanlagen führt dazu, dass die Buspassagiere zum Teil in Winterkleidern und mit vielen Decken reisen müssen, um nicht zu erfrieren. Gleichzeitig haben der Buschauffeur und der Beisitzer aufgrund der Konstruktionsfehler fast keine Klimatisierung und fühlen nie, wie die Passagiere leiden. Am Tag kann man sich manchmal einen sonnigen Platz aussuchen, um die kalte Klimaanlage etwas auszugleichen.

Die Industrie, die die Überlandbusse produziert, und die Buschauffeure sind bis heute nicht bereit, auf die Passagiere mehr Rücksicht zu nehmen sondern "ziehen" ihre Klimaanlagen-Show rücksichtslos durch. Die Industrie verweigert es sogar, dass man Klimatisierungsdüsen abdecken kann. Man muss die Düsen mit Tampons verstopfen, die man aus WC-Papier zusammenrollt. Die Klimaanlagen in den Reisebussen in Venezuela sind derart stark eingestellt, da kondensieren die Busscheiben zum Teil von aussen her.

Da nützt es auch nichts, dass die Überlandbusse in Venezuela fast alle mit Automatikgetriebe ausgestattet sind und dass die Busse flackernde Bremslichter haben.

Nationaler Busverkehr: Verpflegung: Verpflegung unterwegs ist in Venezuela kaum vorhanden. Die "fliegenden Händlerinnen" mit Empanadas, Wasser und Früchten wie in Peru oder in Ecuador gibt es in Venezuela nicht. Man muss sich den Vorrat für eine Reise in Venezuela selber mitbringen. Manchmal werden auch an Ampeln oder bei Zahlstellen oder in Ortszentren in der Strassenmitte kleine Verkaufsposten aufgestellt, um Buspassagiere durchs Fenster zu bedienen. Diese Verkaufsposten in der Strassenmitte sind eigentlich lebensgefährlich, aber die venezolanische Regierung toleriert das.

Der Stolz auf Autoverkehr ist in Venezuela derart über-ausgeprägt, so dass die Chauffeure die Motoren stundenlang im Lehrlauf laufen lassen, wenn die Busse auf Passagiere warten, zum Beispiel im Busterminal "Zur Fahne" ("La Bandera") von Caracas, und das ist absolut nicht angenehm.

Nationaler Busverkehr: Terminals: An den Busterminals der Städte in Venezuela fehlen regelmässig Bankomaten. Und in Caracas sind zwar an den Busterminals Bankomaten vorhanden, aber die funktionieren nicht mit den internationalen Bankkarten. Die Zustände mit den fehlenden Bankomaten an Busterminals in Venezuela sind jämmerlich und sind des Landes eigentlich wirklich nicht würdig.

Spezielle Regeln mancher Buslinien: Manche Buslinie hat dann auch ihre eigenen Regeln und verlangt für ein grosses Gepäckstück einen Extra-Zuschlag von 50 Bolivares, z.B. die Busfirma "Expreso Oriente" am "Terminal de Oriente" auf der Fahrt von Caracas nach Ciudad Bolivar. Am Ende mussten Gepäckstücke im Gang der Passagiere untergebracht werden, weil der Bus zu viele Plätze hatte, aber nicht genug Platz für Gepäck. Das heisst, der Bus war simpel und einfach falsch konstruiert und bot zu viele Plätze an, und die Busfirma wollte an der zu hohen Anzahl Plätze festhalten.

Taxis: Taxifahrer in Venezuela fahren sehr diszipliniert und haben einen relativ hohen Verdienst. Taxifahrer verdienen z.B. in San Fernando 300 Bolivares pro Tag, das heisst 9.000 Bolivares pro Monat, und dies ist ein Spitzenverdienst. Das heisst: Venezuela hat dasselbe Problem wie Kolumbien und Peru, dass die Taxifahrer am meisten verdienen und die Lehrpersonen und intellektuellen Berufe nichts, und so nimmt das intellektuelle Niveau im Staat immer mehr ab und nicht zu. Aber das kümmert die Präsidenten wenig, weil eine dumme Bevölkerung leichter regierbar ist.

Gleichzeitig war aber auch Taxihuperei zu beobachten, vor allem in Caracas.


Armut in Venezuela

Armut in Venezuela manifestiert sich
-- in schlechtem Strassenzustand
-- in Abfallbergen, die in gewissen Städten die Arroganz der Bevölkerung ausdrücken (vor allem in Maracaibo)
-- in Leintüchern mit Löchern in Hotels
-- in der Tatsache, dass man am Bankomaten nur 600 Bolivares abheben kann
-- in der Tatsache, dass kaum grosse Geschäfte existieren
-- in der Tatsache, dass in manchen Städten die Kriminalität derart hoch ist, dass viele Geschäfte bereits um 17 Uhr schliessen und ab 18:30 die Altstadt komplett ausgestorben ist und kein öffentlicher Verkehr mehr existiert - z.B. in Ciudad Bolivar
-- die Armut ist auch dadurch ersichtlich, dass in Aussenquartieren gar keine Bankomaten oder Banken vorhanden sind, sondern um Geld abzuheben oder um Geld zu beziehen, muss jeder Kontoinhaber ins Stadtzentrum "reisen", was schon bis zu über eine Stunde in Anspruch nehmen kann
-- die Armut zeigt sich ausserdem bei nicht reparierten Geräten und halb defekten Geräten, zum Beispiel bei Klimaanlagen, wo dauernd Wasser heraustropft
-- und die Armut zeigt sich auch darin, dass in der Gesellschaft kaum Regenschirme vorhanden sind und auch kaum Regenschirme verkauft werden, die auch als "Sonnenschirme" gebraucht werden können
-- und die Armut zeigt sich auch in der geistigen Armut, wenn Autobesitzer mit der Alarmanlage spielen - wie im kriminellen Peru
-- die Armut in Venezuela zeigt sich auch an den vielen gestohlenen Kanaldeckeln, die als Altmetall "wiederverwertet" werden und die eine dauernde Gefahr darstellen, und diese offenen Schächte werden dann jeweils systematisch mit Müll vollgekippt
-- und Reklame wird oft direkt an die Hausfassade oder direkt an Mauern gemalt.

Gleichzeitig ist aber Wasser sparen in Venezuela eher unbekannt und logische und kleine Massnahmen zum Wasser sparen wie ein schwerer Stöpsel bei der WC-Spülung oder die Volumenverkleinerung beim WC-Tank werden in Venezuela nicht umgesetzt.

Wasser
In den Haushalten von Venezuela herrscht eine chronische Wasserknappheit, denn leider ist auch das Leitungswasser in Venezuela nicht trinkbar und auch die breite Armenschicht muss jeden Liter Wasser als Mineralwasser kaufen und trinkt natürlich deswegen viel zu wenig Wasser. 1 Liter Wasser kostet 10 Bolivares (ca. 1,30 Dollar). Es ist ein Horror.


Katholischer Rom-Kirchenterror in Venezuela

Auch in Venezuela existiert - wie im kriminellen Peru - das terroristische Religionsradio, das laufend Predigten laufen lässt, um die Menschen zum "katholischen" Rom-Glauben zu missionieren. Aber eigentlich ist diese Kirche mit ihrem Juden "Jesus" nur für Juden und für Rom da, mehr nicht, und die Kirche sollte eigentlich dekolonialisiert werden und die Kirchen können in Gebäude für soziale Zwecke für alle umgewandelt werden.

Es gibt in Venezuela auch Buslinien, die meinen, sie müssten mit Kirchenpropaganda auf der gesamten Fahrt ihre Passagiere missionieren. Dieser Psychoterror mit der Verwandlung eines Busses in eine Kirche war auf einer Fahrt zwischen San Fernando und Caracas festzustellen.


Hotels in Venezuela

Leider waren die Hotels in Venezuela alle von mir besuchten Hotels ohne Internet (Hotels in Caracas, in San Fernando, in Ciudad Bolivar, in Guiria und in Coro).

Oft waren Löcher in den Wänden (in den Fenstern oder dort, wo die Klimaanlage montiert war, mit Gratis-Lüftung und Gratis-Zugang für Mücken) zu beobachten, oder es fehlten ganze Fensterscheiben (in Caracas) und Fenster waren eingerostet und unbeweglich (z.B. in Caracas).

Spannbetttücher fehlen scheinbar in Venezuela und konnten in keinem einzigen Hotel beobachtet werden. Das Leintuchchaos war dann jeweils entsprechend gross.

Die Einrichtungen in den Hotels von Venezuela sind alt wie in den 1960er Jahren, mit alten Wirbel-WC-Schüsseln und viel zu grossen WC-Wassertanks. Venezuela kann auch keine perfekten Kachelböden in den Duschen legen, denn es bleiben immer Pfützen, die dann Mücken anziehen. Also muss man das Handtuch dann auch noch für den Boden im Bad einsetzen...

Ein günstiges Hotel in Ciudad Bolivar hatte sogar einen geneigten Boden, also ein Zimmer, bei dem der Boden abwärts geht. Das Fenster bestand nur aus einem Fensterladen. Das Klima war aber derart angenehm dort, dass man keine Fensterscheiben brauchte...

Stühle und Tische fehlen in den Hotelzimmern Venezuelas regelmässig.

Scheinbar werden die Hotels in Venezuela trotz der relativ hohen Preise kaum bis gar nicht kontrolliert.

Mao-Diktator Hugo Chavez liess das teure Hilton-Hotel in Caracas verstaatlichen, das nun Hotel Alba heisst.



Die Manöver der "Revolutions"-Regierung Chavez gegen Touristen und Ausländer in Venezuela

Die Regierung von Hugo Chavez hat innerhalb der Staatsverwaltung pikante Manöver installiert, um Touristen zu vergrätzen bzw. um ihnen den Aufenthalt systematisch zu erschweren:

Bankomaten gegen Touristen in Venezuela

An den Bankomaten - die in Venezuela eigentlich alle rund um die Uhr zugänglich sind - kann man maximal 600 Bolivares abheben, und dies ist bei normalen Hotelkosten (130 Bolivares pro Nacht in San Fernando, 150 bis 180 Bolivares pro Nacht in Caracas) leider nicht sehr viel, und so muss der Tourist alle drei Tage zum Bankomaten rennen, denn es funktioniert kaum eine direkte Buchung ab Bankkarte in den Hotels. Leider stehen Bankomaten in Venezuela auch nur in den Stadtzentren und sind in den Aussenquartieren kaum verfügbar, und für internationale Bankkarten sind nur Bankomaten im Zentrum da. Das heisst, die meisten Bankomaten in Venezuela akzeptieren nur die einheimischen, vierstelligen Codes und die sechststelligen Codes europäischer Bankkarten werden nicht akzeptiert. Das Venezuela des Mao-Diktators Hugo Chavez hat also ein notorisches Bankomatenproblem.

VISA Plus nicht benutzbar: Die Regierung von Hugo Chavez blockiert das System von VISA Plus, und dies bedeutet, dass die wichtigste Debit-Kreditkarte für Touristen gesperrt ist. Wer in Venezuela eine Debit-Kreditkarte mit dem System VISA Plus benutzen will, der bekommt vom Bankomat die Antwort, dass der Chip "defekt" sei, dass die Karte "unleserlich" sei oder dass der Automat zur Zeit nicht benutzbar sei etc.

VISA-Kreditkarte nur bei einer Bank: Die Regierung von Hugo Chavez lässt die Benutzung der VISA-Kreditkarte nur an einer einzigen Bank zu, die Bank "mercantil". Dies ist die einzige Bank, die internationale Beziehungen pflegen darf. Wer als Tourist also in Venezuela herumreist, muss bei der Ankunft in einer neuen Stadt immer zuerst diese spezielle Bank suchen, die die VISA-Kreditkarte akzeptiert.

Maestro-Karte: Einzig die Maestro-Karte funktionierte in Venezuela an vielen Orten, aber auch nur dort, wo internationale Bankkarten akzeptiert wurden. Viele Bankomaten akzeptieren aber nur einheimische Kreditkarten.

Das heisst: Der Psychopath Hugo Chavez und seine psychopathisch-ausländerfeindliche Regierung blockiert mit seiner Politik gegen VISA und gegen ausländische Kreditkarten systematisch den Tourismus und somit blockiert er Einnahmen für die ganze Wirtschaft in Millionenhöhe.

Die zwei "ersten Nummern" oder "letzten Nummern" des Reisepasses: Aus irgendeinem Grund verlangen die venezolanischen Bankomaten - neben all dem Terrorismus gegen Ausländer - als letzten Schritt zum Geldbezug - die zwei "ersten Nummern" oder "letzten Nummern" der Nummer des Reisepasses. Man muss in Venezuela also nicht nur mit einem Bankomatenchaos rechnen, sondern, wenn man einen Bankomaten gefunden hat, wo die internationale Karte geht, muss man auch einen Zettel mit der Passnummer IMMER dabeihaben, denn wenn man erst sucht, wenn das Menü es verlangt, schaltet das Menü nach 5 Sekunden auf "unvollständige Datenangabe" und bricht den Vorgang zum Geldbezug ab und alles muss von vorn beginnen. Der Rassismus von Herrn Hugo Chavez gegen Ausländer kennt eben keine Grenzen. Er will wirklich KEINE Touristen im Land...

Geldversand ins Ausland blockiert: Die Regierung von Hugo Chavez verbietet Touristen das Verschicken von Geld ins Ausland. Western Union verweigert Touristen mit gültigem Pass jegliche Dienstleistung. Die Anweisung, sich "einzuschreiben" und eine Woche auf eine Bewilligung zu warten kann dabei nicht ernst genommen werden, denn die Einschreibung ist derart kompliziert, dass ein Anwalt dafür benötigt wird, und zweitens wird von den Chavez-Behörden ein Hotel als Domizil sicher nicht akzeptiert. Das heisst, wer seine Miete mit Western Union ins Ausland überweisen will, der muss Venezuela verlassen. Chavez ist absolut kindisch.

Schirmmützen: Wer in Venezuela eine Schirmmütze (Baseballkappe) kaufen möchte, der sollte dies in Kolumbien tun, denn in Venezuela selbst sind die Preise für diese Schirmmützen zum Teil sehr hoch, um Touristen abzuzocken. Preise von 50 oder bis zu 80 Bolivares (10 Dollar) kommen relativ häufig vor und sind reine Abzockerei.


Verpflegung in Venezuela

Es war festzustellen, dass die Verpflegung in Venezuela in Restaurants durchaus gut und sauber ist, auch in einfachen Restaurants. Normale Salate werden nicht serviert. Manche Restaurants haben einen Fernseher laufen, aber viele auch nicht, so dass ein entspannteres Essen möglich ist.

In Raststätten auf langen Reisen dagegen werden oft nur "Arepas" angeboten - das sind Döner-ähnliche Konstruktionen.

Rasthalte auf der Strecke zwischen Caracas und Ciudad Bolivar ist Cupira, und der Rasthalt zwischen Caracas und San Fernando ist Cagua bzw. Ortiz, wo es fast nur Arepas gibt.

Bananen heissen in Venezuela nicht "bananos" und auch nicht "plátanos" sondern in Venezuela sind das "cambures".


Verstaatlichung der Lebensmittelproduktion und Mangelprodukte

Mao-Diktator Hugo Chavez hat in seinen Regierungsjahren die gesamte Nahrungsmittelproduktion verstaatlichen lassen, und dies hat negative Folgen: Niemand darf mehr privat Milch produzieren, und für Milch müssen die Venezolaner zum Teil bis zu 2 Stunden Schlange stehen oder Milch teuer auf dem Schwarzmarkt kaufen.

Auch das Saatgut wurde umorganisiert, so dass nur noch Parteimitglieder Saatgut erhalten.

Gut rentierende Früchte- und Gemüsemärkte wurden ebenfalls unter fadenscheinigen Begründungen "umorganisiert" oder geschlossen mit dem Resultat, dass neue Märkte öffneten, aber alles teurer wurde.

Durch all diese Massnahmen blüht der Schwarzmarkt. Wer ein Küchenöl auf dem Schwarzmarkt (ohne Schlangestehen) kauft, der muss 25 Bolivares bezahlen, mit Schlange liegt der normale Preis bei 6 Bolivares.


Gesundheit in Venezuela

Venezuela hat mit Kuba ein Abkommen, dass Kuba Ärzte in Venezuela arbeiten lässt, während Venezuela Kuba Erdöl schenkt. Dies hat zur Folge, dass so genannte Kubanische Einheiten ("módulos cubanos") in Aussenquartieren stationiert sind, so dass ärztliche Grundversorgung auch in Aussenquartieren von Städten stattfindet.

Dieses Tauschgeschäft von Ärzteleistungen gegen Öl hat aber auch zur Folge, dass viele kubanische Ärzte in Venezuela arbeiten und venezolanischen Ärzten die Arbeitsstelle wegnehmen und venezolanische Ärzte sich in anderen Ländern Stellen suchen müssen. Und die kubanischen Ärzte, die in Venezuela bleiben können, sind dann sichere Chavez-Wähler.

Das Abkommen funktioniert aber nicht mehr in allen Städten: In Städten mit einer hohen Kriminalität ist es aber so, dass diese Kubanischen Einheiten ("módulos cubanos") beraubt und überfallen werden und dann schliessen, weil die kubanischen Ärzte nicht an Orten mit solch brutaler Kriminalität arbeiten wollen.


Seriöse Polizei in Venezuela

Die Polizei in Venezuela hat anständige Kleider an, und Polizisten müssen keine Kappe tragen. Die Polizei in Venezuela hat auf mich einen absolut seriösen Eindruck gemacht.


Hohes Kindergeld in Venezuela

Aus der Bevölkerung war zu vernehmen, dass Mao-Diktator Hugo Chavez ein relativ hohes Kindergeld verteilt, so dass manche Frauen sich nach der Geburt des vierten Kindes nur noch vom Kindergeld ernähren können und nicht mehr arbeiten. Natürlich werden die Mütter durch diese Methode auch sichere Chavez-Wähler - so denkt Chavez...


Casinos in Venezuela

Unverständlicherweise lässt die "Revolutionsregierung" von Hugo Chavez die Casinos mit ihren destruktiven Geldspielautomaten weiterlaufen und lässt Menschen weiterhin mit Geld spielen. Hier scheint eine Beteiligung der Regierung an den Casinos vorhanden. Das gilt auch für Peru und für Kolumbien.


Internet in Venezuela

Internetcafés sind in Venezuela nicht sehr verbreitet. Man muss genau suchen, um eins zu finden, und in vielen Aussenquartieren existiert oft gar keins, vor allem ausserhalb von Caracas nicht. In den wenigen Internetcafés sitzen am Tag dann oft Kinder, die ihre Computerspiele spielen und damit die Internetverbindung blockieren. Am Sonntag haben die Internetcafés von Venezuela meistens zu und nur in den Einkaufszentren (centro comercial, kurz "c.c.") sind sie geöffnet.


Disco in Venezuela

Auf dem Land kann es vorkommen, dass aus Langeweile Strassendiskotheken organisiert werden.


Western Union in Venezuela: "Grupo Zoom"

Western Union wird im revolutionären Chavez-Venezuela als "Grupo Zoom" angeboten und so gut versteckt wie möglich. Es gibt kaum Western-Union-Büros in Venezuela, und wenn, dann sind keine Reklametafeln dafür aufgestellt, sondern nur die "Insider" wissen, wo die Büros von Western Union in Venezuela sind. Das gilt für alle Städte in Venezuela, auch für Caracas. Wer in einem Ort ein Lokal von Western Union sucht, der muss gut informierte Einwohner nach "Grupo Zoom" fragen, z.B. intelligente Restaurantbesitzer können dann weiterhelfen.

Da Ausländer in Venezuela aber kein Geld ins Ausland schicken dürfen, bzw. da das Geldverschicken im "revolutionären" Chavez-Venezuela einer Bewilligungspflicht unterliegt, deren Antrag beim System "Cadivi" im Internet einen Anwalt erfordert und eine Woche dauert, und da ein Domizil in einem Hotel von der ausländerfeindlichen Chavez-Regierung sicher nicht akzeptiert wird, so braucht man als Tourist in Venezuela sicher kein Western-Union-Büro.

Die einzige Möglichkeit, als Tourist in Venezuela Geld ins Ausland zu verschicken, ist einen Anwalt aufzusuchen, der die Bewilligung hat, Geld ins Ausland verschicken zu dürfen.

Der venezolanisch-revolutionäre Chavez-Staat mit seinem staatlich indoktrinierten Komplex gegen Ausländer tut also alles, um den internationalen Finanzverkehr in Verbindung mit Tourismus zu erschweren.

Wer einen Anwalt mit der Lizenz zum Geldverschicken gefunden hat, kann dann eines der Büros von Western Union in Venezuela z.B. in Carácas aufsuchen:

-- Plaza Venezuela, im Polarturm im zweiten Obergeschoss (Torre Polar segundo piso)

weitere Angaben über Orte von Western Union-Büros in Caracas (Angaben der Bevölkerung):

-- calle México zwischen Magellanes und Sucre in Caracas
-- avenida Caracas im Einkaufszentrum San Antonio, Local 30-3 und 40-4 in Caracas
-- avenida Urdaneta neben dem Südamerika-Gebäude im Quartier "La Candelaria" in Caracas.


Einwanderung in Venezuela

Kubanische Ärzte, die in Venezuela gemäss dem Abkommen "Medizin gegen Öl" arbeiten, bleiben in Venezuela und werden Venezuelaner und sind dann sichere Chavez-Wähler.

Auch zu China besteht ein grosser Kontakt und Chinesen erhalten die Aufenthaltsgenehmigung von Venezuela ohne jede Sprachkenntnisse und sich dann auch sichere Chavez-Wähler.

Präsident Hugo Chavez umgibt sich an seinem Wohnquartier "Miraflores" in der Hauptstadt Caracas mit Kubanern und Iranern und behandelt die Venezuelaner wie Ausländer.

Mao-Diktator Hugo Chavez begeht sogar Hochverrat: Militärposten werden an Kubaner und Iraner vergeben statt an Venezuelaner. Kubaner und Iraner werden sogar Abgeordnete in der Nationalversammlung.


Chavez verschenkt Wohnungen

Mao-Diktator Hugo Chavez verschenkt regelmässig Wohnungen an Arme. So sichert er sich zuverlässige Wähler.


Gefangene werden bezahlt

Mao-Diktator Hugo Chavez gibt gemäss Angaben aus der Bevölkerung den Gefängnisinsassen einen Lohn, um Wähler zu gewinnen. Um wie viel "Lohn" es sich dabei handelt, wurde nicht gesagt.


Taxifahrer der Colectivos erhalten eine Lohnerhöhung

Vor den Wahlen schenkt Mao-Diktator Hugo Chavez den Taxifahrern der Colectivos eine Lohnerhöhung. Dies konnte auf der Strecke nach Guiria beobachtet werden. Inflation durch Wahlgeschenke wird dabei in Kauf genommen. Hauptsache, Chavez hat sich wieder eine Wählergruppe gesichert.


Der verlorene Hugo Chavez

Insgesamt hat Mao-Präsident Hugo Chavez keine Verbindung zur Bevölkerung mehr, sondern er kämpft gegen die eigene Bevölkerung mit Kubanern und Iranern, verschenkt Ölfelder an Chinesen und Minen an Russen, obwohl er einen Hass gegen weisse Ausländer ("gringos") hat. Dabei sind "gringos" eigentlich nur die aggressiven Ami-Soldaten, und die Touristen sind die "blancos" (die "Weissen"). Also, die Politik von Chavez ist schizophren.

Die Regierung von Chavez sind alles Millionäre und lachen die Bevölkerung aus.

Gemäss Angaben der venezolanischen Bevölkerung hat Mao-Diktator Hugo Chavez für die nächste Wahl bereits seine Miliz vorbereitet - oder er wird die Wahl im September 2012 gar nicht erlauben, weil seine absolute Niederlage absehbar ist.

Chavez regiert auch mit willkürlichen Beschlagnahmungen, die von der Polizei durchgeführt werden. Leute werden auf die Strasse geschmissen und Entschädigung versprochen, die aber nie kommt. >


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Sputnik-Ticker online, Logo

1.7.2017: Venezuelas Regierung Maduro und Opposition mit kriminellen Banden: "Colectivos-Milizen" der Regierung etc.
Bewaffnete
Vermummte überfallen Oppositionsbüro und Krankenhaus in Venezuela
https://de.sputniknews.com/politik/20170701316405587-venezuela-angriff-pppositionsbuero-krankenhaus/

[Vor 2 Tagen hat die Opposition das Justizgebäude mit einem Helikopter angegriffen. Nun zeigt die Maduro-Regierung, was ihre "Milizen" können]:

<Mehrere Gruppen bewaffneter Vermummter haben am Freitag ein Oppositionsbüro und ein Krankenhaus in der venezolanischen Stadt Barquisimeto überfallen. Laut Medienberichten gehen die Überfälle auf das Konto der regierungstreuen Colectivos-Milizen.

Wie die Zeitung El Nacional schreibt, griffen die „Colectivos“ das Büro des Wahlbündnisses „Mesa de la Unidad Democrática“ (zu Deutsch: Tisch der demokratischen Einheit) und das Krankenhaus Acosta Ortiz an. Laut dem venezolanischen Parlamentsabgeordneten Alfonso Marquina sind am Freitag in der Stadt zwei Menschen ums Leben gekommen. Ob diese Todesfälle mit den jüngsten Angriffen verbunden seien, sei noch unklar. In Venezuela gibt es in der letzten Zeit beinahe täglich Proteste gegen Präsident Nicolas Maduro. Am Mittwoch warf ein Polizei-Hubschrauber Granaten auf das Gebäude des Obersten Gerichts ab. Maduro nannte dies einen "terroristischen Angriff" und ließ die Luftstreitkräfte des Landes mobilisieren.>

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Amerika21 online, Logo

22.7.2017: Opposition in Venezuela gründet Gegenregierung und Gegenjustiz
Opposition in Venezuela ruft nach Streik parallele Regierung und Justiz aus
https://amerika21.de/2017/07/180847/venezuela-streik-russland

<Regierungsgegner in Venezuela werten Ausstand als Erfolg, Zahlen wie bei jüngstem Plebiszit schwer nachvollziehbar. Warnung aus Moskau

Caracas. In Venezuela reklamieren nach einem 24-stündigen Generalstreik der Opposition beide politische Lager den Sieg für sich. Vertreter des oppositionellen Parteienbündnisses Tisch der Demokratischen Einheit (MUD) sprachen von einer Beteiligung von 85 Prozent. Vertreter der Regierung stellten dies in Abrede. Nach Angaben von Präsident Nicolás Maduro arbeiteten die 700 größten Unternehmen des Landes von Donnerstag bis Freitag uneingeschränkt weiter. Indes kam es erneut zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit mindestens zwei Toten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in diesen Fällen.

Auswirkungen hatte der von der MUD-Allianz ausgerufene Streik offenbar vor allem in der Hauptstadt Caracas und einigen anderen Städten des Landes. Das englischsprachige Venezuela-Portal venezuelanalysis.com – eine Partnerseite von amerika21 – berichtete jedoch von regionalen Unterschieden: "Während des Streiks wurden vor allem in wohlhabenden Gegenden (von Caracas) Geschäfte geschlossen und Straßen blockiert, während Arbeitergegenden weitgehend nicht betroffen waren", heißt es in einem entsprechenden Bericht.

Die Angaben der Opposition zur Beteiligung, die in der internationalen Presse erneut weitgehend unhinterfragt übernommen wurden, sind tatsächlich nicht nur schwer nachprüfbar, sondern auch fragwürdig. Am vergangenen Sonntag hatte die MUD-Allianz eine Volksbefragung organisiert, an der nach eigenen Angaben über sieben Millionen Menschen teilgenommen haben sollen. Der MUD-Vertreter und aktuelle Parlamentspräsident Julio Borges hatte zuvor getwittert, dass alle Venezolaner, "ob als Wähler eingeschrieben oder nicht, mit gültigem Ausweis oder ohne" an der Abstimmung teilnehmen könnten. Später hat die Opposition die unterschriebenen "Wahlzettel" vernichtet.

Indes kam es erneut zu heftigen Ausschreitungen und Sabotageakten seitens der Opposition. Im Unternehmen DISICA, das den staatlichen Erdölkonzern PdVSA mit Bauteilen versorgt, übernahmen die Arbeiter die Produktion, nachdem die Führungsebene die Arbeit niedergelegt hatte. Der staatliche Lebensmittelkonzern Lacteos Los Andes berichtete von Angriffen durch vermummte und bewaffnete Demonstranten. Das Unternehmen sei mit selbstgebauten Mörsern und Brandsätzen attackiert worden, dabei hätten regierungsfeindliche Demonstranten versucht, einen Industriegas-Tank zur Explosion zu bringen. In der Hauptstadt wurde der Sitz des staatlichen Fernsehkanals VTV angegriffen.

Der MUD hat unterdessen – wie angekündigt – einen Vorstoß in Richtung einer "Parallelregierung" unternommen: Am Freitag bestimmte das vom Oppositionsbündnis dominierte Parlament in einer Sondersitzung die 33 Richter des Obersten Gerichtshofes (TSJ) neu und ließ sie anschließend vom Parlamentspräsidenten vereidigen. Die Wahl von 13 Richtern und 20 Stellvertretern im Dezember 2015 – kurz vor dem Ende der Legislaturperiode – mit den Stimmen der damaligen Mehrheit der Linken sei "illegal" gewesen, so die Begründung. Mehrfach hatte die Opposition dem TSJ vorgeworfen, eine "Rechtsvertretung der Regierung" zu sein. Vizeparlamentspräsident Freddy Guevara rief bei einer Pressekonferenz die Bevölkerung auf, am Samstag im ganzen Land "massiv auf die Straße zu gehen, um die Unterstützung der Streitkräfte und der anderen Staatsgewalten für diese Entscheidung einzufordern".

Am Tag zuvor hatte die Verfassungskammer des Obersten Gerichtshofes das Parlament gewarnt, die Ernennung stelle ein "Delikt widerrechtlicher Aneignung von Funktionen" dar. Unmittelbar nach der Ernennung der neuen Richter erklärte die Kammer die Entscheidung dementsprechend für "null und nichtig" und das Vorgehen der Opposition für verfassungswidrig.

Bereits am Mittwoch stellte das Bündnis sein Programm für eine "Regierung der nationalen Einheit" vor, die das Land "aus Krise und Diktatur" führen solle. Der Wechsel sei unaufhaltsam und stehe kurz bevor, heißt es darin. Als Legitimation zieht der MUD das von ihm bekannt gegebene, jedoch nicht nachprüfbare Ergebnis der Volksabstimmung am vergangenen Sonntag heran, bei der es unter anderem um "die Erneuerung der Staatsgewalten, die Durchführung von Wahlen und die Bildung einer neuen Regierung der nationalen Einheit" ging. Als Schwerpunkte der MUD-Regierung werden aufgeführt: "Soziale Gerechtigkeit; Beseitigung der humanitären Krise; ein effektiver Plan gegen die Unsicherheit, Gewalt und Kriminalität; die Säuberung und Sanierung der Polizei und Nationalgarde; die Entwaffnung und Auflösung der von der Regierung bewaffneten paramilitärischen Gruppen", zitierte MUD-Sprecher Ramos Allup.

Wiederholt hat Russland zur Lage in Venezuela Stellung genommen. Moskau mahnte inbesondere den Verzicht auf äußere Einmischung in die politischen Abläufe des Landes an. Nun hat der stellvertretende Direktor für Information und Presse im russischen Außenministerium, Artiom Kozhin, die Politiker in Venezuela zu "staatsmännischer Weisheit" ermahnt: "Man darf sich nicht dem Wunsch hingeben, den Gegner um jeden Preis zu unterwerfen", dies könne zu einer "Selbstzerstörung des Staatswesens" führen, so Kozhin.

Der Funktionär bekräftigte, dass Russland die Wiederaufnahme eines ernsthaften und konstruktiven Dialogs der Konfliktparteien in Venezuela favorisiere, der in Kompromissen mündet, die dem Land Frieden und Ruhe brächten.

In diesem Zusammenhang kritisierte der Außenamtsvertreter die am 16. Juli abgehaltene, selbstorganisierte Abstimmung des Oppositionsbündnisses MUD. Diese Aktion, die Stimmen gegen die Regierung und insbesondere gegen eine verfassunggebende Versammlung sammelte, hätte die venezolanische Bevölkerung nur einmal mehr gespalten. Die Ergebnisse der Befragung seien zudem durch ihr irreguläres Zustandekommen nicht überprüfbar.

Als "ungemein gefährliche Methoden" qualifizierte Kozhin die Absicht der Opposition, parallele Körperschaften zu den existierenden staatlichen Institutionen zu organisieren. Die USA kritisierte er für deren jüngste, an die sozialistische Regierung gerichtete "Ultimaten und Sanktionsdrohungen".>

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USA sanktionieren Venezuela - Maduro „bewaffnet“ betroffene Beamte

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28.7.2017: "USA" lassen Personal aus Venezuela abziehen
Eskalation droht: USA rufen Diplomaten-Familien aus Venezuela zurück
https://de.sputniknews.com/politik/20170728316784328-venezuela-usa-diplomaten-familien-eskalation/

<Die US-Regierung hat die Familien von Diplomaten wegen der angespannten Sicherheitslage in Venezuela aufgefordert, das Land schnellstmöglich zu verlassen. Das gab das Außenministerium des Landes am Donnerstagabend (Ortszeit) in Washington bekannt.

Den Diplomaten selbst wurde erlaubt, freiwillig auszureisen, hieß es weiter. Das Außenministerium warnte außerdem US-Touristen vor Reisen in das Krisenland.

„Das US-Außenministerium rät amerikanischen Bürgern wegen Unruhen, Gewaltdelikten sowie Lebensmittel- und Medikamentenmangel von Reisen nach Venezuela ab“, heißt es in der Mitteilung der US-Außenbehörde.

Aufgrund eines Machtkampfes zwischen dem Präsidenten Nicolas Maduro und der Opposition kam es in Venezuela in den vergangenen Tagen immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen. Die Zahl der Toten stieg inzwischen auf mehr als 100. Beobachter rechnen mit einer weiteren Eskalation der Lage, sollte am Sonntag tatsächlich die Wahl einer Verfassungsgebenden Versammlung stattfindet.>

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29.7.2017: Massenflucht aus Venezuela nach Kolumbien: 25.000 pro Tag - Eltern geben Kinder an SOS-Kinderdörfer ab
Eltern verzweifelt: Venezuela: Ansturm auf die SOS- Kinderdörfer
http://www.krone.at/oesterreich/venezuela-ansturm-auf-die-sos-kinderdoerfer-eltern-verzweifelt-story-580984

<29.07.2017, 16:52

Blutige Machtkämpfe zwischen der sozialistischen Regierung und der rechten Opposition und eine Hyperinflation von 800 Prozent haben den südamerikanischen Öl- Staat Venezuela in ein Chaosland verwandelt. Da die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln zusammengebrochen ist, steht der 30- Millionen- Staat am Rande einer Hungerkatastrophe. In ihrer Verzweiflung stürmen zahlreiche Eltern österreichische SOS- Kinderdörfer und geben ihre Kinder ab.

"Kinder fallen im Unterricht vor Hunger in Ohnmacht, und so suchen immer mehr Eltern unsere Kinderdörfer auf. Es geht nicht mehr um Erziehung oder Ausbildung, sondern nur noch um das absolut Notwendigste: das Essen!", sagt Jose Luis Benavides, nationaler SOS- Direktor.

Immer wieder Tote bei Protesten gegen Regierung

Ausgelöst durch den Verfall des Ölpreises sowie politische Gefechte zwischen der Regierung von Präsident Nicolas Maduro und der Opposition verschlimmert sich die Lage täglich. Bei Protesten werden immer wieder Menschen getötet.

Die Lage ist vor der von der Opposition boykottierten Wahl einer verfassungsgebenden Versammlung am Sonntag extrem angespannt. 232.000 Soldaten sollen die Wahl schützen, es werden Blockaden und Attacken auf Wahlzentren befürchtet. Die Opposition fürchtet den Umbau zu einer Diktatur Maduros über den Hebel der Verfassungsreform. Der Präsident wiederum wirft seinen Gegnern vor, Agenten der USA zu sein und einen "rechten Putsch" zu planen.

[Massenflucht nach Kolumbien: Pro Tag 25.000]

"Massiver Exodus nach Kolumbien"

Seit Monaten verlassen verzweifelte Menschen das Land, im Schnitt passieren pro Tag 25.000 Personen die Grenzbrücke Simon Bolivar, die das Land mit Cucuta in Kolumbien verbindet. Die kolumbianische Regierung will nun weiteren 200.000 Flüchtlingen einen Sonderaufenthaltsstatus gewähren. Derzeit leben rund 343.000 Venezolaner in Kolumbien, davon etwa 200.000 legal mit Visa oder einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis, bis zu 140.000 illegal. In kolumbianischen Medien ist von einem "massiven Exodus" die Rede.

SOS- Idee hilft Mädchen und Buben in 134 Ländern

Doch Millionen bleiben zurück und darben im Elend. "Internationale Solidarität der Gemeinschaft der Kinderdörfer in 134 Ländern ist jetzt besonders stärkend", sagt SOS- Kinderdorf- Sprecher Viktor Trager. Wie bei allen globalen Krisen unterstützt die österreichische SOS- Zentrale von Innsbruck aus auch Venezuela mit Logistik, Experten und Spenden.

Christoph Matzl, Kronen Zeitung/krone.at>

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30.7.2017: Typisch kriminelle Katholiken: 15 Tote bei den Wahlen in Venezuela
Tränengas und Schüsse: 15 Tote am Wahltag in Venezuela
http://www.20min.ch/ausland/news/story/21211029

<Die Beteiligung an der Abstimmung über eine Verfassungsversammlung in Venezuela war nur gering. Viele Staaten lehnen das Ergebnis ab.

ach Angaben der venezolanischen Opposition sind mindestens 15 Menschen bei Auseinandersetzungen um die umstrittene Wahl einer Verfassungsgebenden Versammlung getötet worden. In vielen Städten gab es bürgerkriegsähnliche Zustände.

Die Generalstaatsanwaltschaft bestätigte zunächst acht Tote. In mehreren Städten fielen Schüsse, es gab Tränengaswolken und Schlägerbanden, die auf Motorrädern Schrecken verbreiteten. Aber auch die Polizei wurde angegriffen. Ein Kandidat der Sozialisten für die Verfassungsversammlung wurde im Bundesstaat Bolívar von Unbekannten erschossen.

In Caracas gab es mindestens sieben verletzte Nationalgardisten bei einem Anschlag, mutmasslich verübt von Gegnern des sozialistischen Präsidenten Nicolas Maduro. Dabei war im Viertel Altamira, wo die Ober- und Mittelschicht wohnt, ein grosser Feuerball zu sehen.

Wahl boykottiert

Die Opposition hatte die Wahl boykottiert, da die geplante Zusammensetzung von Maduro so geplant worden war, dass das Lager der Sozialisten eine Mehrheit haben wird. Befürchtet wird, dass die Verfassungsversammlung, die bis Mittwoch mit der Arbeit beginnen soll, einfach das bisherige Parlament, wo die Opposition eine Mehrheit hat, ersetzen soll. Dann wäre der Venezuela de facto eine Diktatur ohne Gewaltenteilung.

Der Oppositionsführer Henrique Capriles sagte am Sonntagabend in Caracas: «Dies ist ein schwarzer Tag, verursacht von den kranken Ambitionen einer einzigen Person». Die Wähler seien massenhaft zu Hause geblieben, die Repression zeige die Verzweiflung. Capriles äusserte die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Regierung Maduro wegen der starken internationalen Kritik und dem Widerstand im Land. «Dieser Prozess geht mit einem monumentalen Scheitern zu Ende.»

Geringe Wahlbeteiligung

Die Beteiligung an der Abstimmung über eine Verfassungsversammlung in Venezuela war nach Berichten von Augenzeugen unterdessen nur gering. Viele Wahllokale blieben weitgehend leer, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.

Die Opposition hat zum Boykott der Abstimmung aufgerufen. Dennoch verlängerte die Regierung von Präsident Nicolas Maduro die Öffnungszeiten um eine Stunde.

Panne bei Maduros Stimmabgabe

Er wollte live vor den TV-Kameras zeigen, wie gut alles bei der Wahl zur Verfassungsgebenden Versammlung in Venezuela organisiert ist. Doch der Wahlcomputer stellte den sozialistischen Staatspräsidenten vor laufender Kameras bloss.

Nicolás Maduro, sonst ein Meister der politischen Inszenierung, schaute am Sonntag ziemlich betreten drein, als er seinen Ausweis nach seiner Stimmabgabe scannen liess. Nach einigen Sekunden erschien auf der digitalen Anzeige: «Diese Person existiert nicht oder der Ausweis wurde annulliert.»

Das Video verbreitet sich tausendfach in den sozialen Netzwerken, verbunden mit harscher Kritik an den regierenden Sozialisten - durch das Scannen der Ausweise werde kontrolliert, wer wählen gehe und wer nicht.

Auf Hunderttausende Arbeiter in staatlichen Unternehmen wurde mit Anrufen und Textnachrichten Druck im Vorfeld ausgeübt, wählen zu gehen - die Opposition boykottierte die Wahl der Mitglieder der Verfassungsversammlung, sie fürchtet den Umbau zu einer Diktatur.

Staaten lehnen Wahlergebnis ab

Unabhängig vom Ausgang der umstrittenen Wahl der Mitglieder einer Verfassungsgebenden Versammlung werden fast alle südamerikanischen Staaten das Ergebnis nicht anerkennen. Die argentinische Regierung von Präsident Mauricio Macri nannte die Wahl «illegal».

«Die Wahl respektiert nicht den Willen von über sieben Millionen venezolanischen Bürgern, die sich dagegen ausgesprochen hatten», teilte das argentinische Aussenministerium am Sonntag in Buenos Aires mit. Mitte Juli hatte es eine symbolische Volksbefragung gegeben, wo die Wahl als Versuch zurückgewiesen worden war, mit Hilfe einer Reform der Verfassung möglicherweise eine sozialistische Diktatur zu errichten. Die Regierung von Nicolás Maduro sei verantwortlich für eine Gewaltwelle, die schon zu über 100 Toten geführt habe.

Kolumbien hofft auf demokratische Lösung

Auch Peru, Chile, Brasilien und Kolumbien werden die Wahl definitiv nicht anerkennen. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos forderte eine «friedliche und demokratische Lösung. Hoffentlich schnell.» Maduro sagte, Santos habe wohl den Kopf verloren, wenn er die Wahl nicht anerkennen werde. Auch die EU hatte im Vorfeld die Durchführung der Wahl scharf verurteilt.

13 Staaten der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), darunter Mexiko und die USA, hatten mehrfach an Maduro appelliert, von dem Plan abzulassen – die USA drohen mit Wirtschaftssanktionen, sie sind einer der grössten Abnehmer von Erdöl aus Venezuela. Die US-Regierung bezeichnete die umstrittene Wahl als Betrug. Die amerikanische UNO-Botschafterin Nikki Haley sprach am Sonntag in New York von «einem Schritt in Richtung Diktatur». Die US-Regierung werde das Ergebnis nicht anerkennen, kündigte sie an.

Bereits 2016 wurde Venezuelas Mitgliedschaft im südamerikanischen Wirtschaftsbund Mercosur suspendiert. In Südamerika hatte zuletzt nur noch Boliviens linker Präsident Evo Morales vehement für Maduro Partei ergriffen.

(chk/sda)>

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7.8.2017: Mitgliedschaft von Venezuela bei Mercosur wird suspendiert
Mitgliedschaft von Venezuela im Mercosur suspendiert
https://amerika21.de/2017/08/182048/mercosur-venezuela-suspendiert

São Paulo. Die Außenminister von Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay haben alle Rechte Venezuelas in dem lateinamerikanischen Regionalbündnis Gemeinsamer Markt des Südens (Mercosur) "auf unbestimmte Zeit" suspendiert. Die Entscheidung wurde über die Anwendung der sogenannten Demokartieklausel formalisiert, wonach in Venezuela ein "Bruch der demokratischen Ordnung" festzustellen sei.

Nach den Statuten des Mercosur ist für die getroffene Entscheidung Einstimmigkeit die Voraussetzung. Nachdem Brasilien und Argentinien seit der Regierungsübernahme durch neoliberale Präsidenten, sowie Paraguay mit seiner Rechtsregierung bereits seit dem vergangenen Jahr den Ausschluss Venezuelas betrieben hatten, fehlte nur noch ein Einschwenken von Uruguay.

Um die Zustimmung Uruguays zu sichern, schickte der argentinische Präsident Mauricio Macri seinen Außenminister Jorge Faurie einen Tag vor dem Mercosur-Treffen in São Paulo nach Montevideo. Macri selbst nahm das Ergebnis des Treffens vorweg und erklärte, Venezuela sei "keine Demokratie mehr und verletzt systematisch die Menschenrechte".

Das Vorgehen im Mercosur gegen Venezuela verschärfte sich bereits seit dem vergangenen Jahr. Der Widerstand Venezuelas gegen Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union erwies sich, wegen des Prinzips der Einstimmigkeit im Mercosur, als Hindernis der Bestrebungen der anderen Mitgliedsländer. Die Vorwürfe gegen Venezuela nahmen nicht auf die Demokratieklausel Bezug, sondern lauteten denn auch, dass das Karibikland notwendige gesetzliche Anpassungen entsprechend den Vereinbarungen innerhalb des Mercosur nicht ausreichend vorgenommen hätte.

Venezuela hatte bereits ersten Einschränkungen seiner Mitgliedschaft in dem Regionalbündnis widersprochen und die Rechtmäßigkeit der entsprechenden Beschlüsse angefochten. Die aktuelle Entscheidung kommentierte der venezolanische Präsident mit den Worten, dass "niemand Venezuela aus dem Mercosur hinauswerfen" werde.

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17.8.2017: Aktion gegen Hunger in Venezuela: Zootiere werden "privatisiert"
Wegen Hungerqual: Venezolaner entführen Tiere aus Zoo
https://de.sputniknews.com/panorama/20170817317058161-hunger-entfuehren-tiere-ermittlungen-verbrecher-verkaufen/

"Hungernde Venezolaner haben begonnen, Tiere aus den Zoos zu entführen. Die Vertreter der Tiergärten bestehen darauf, dass die Tiere zum Weiterverkauf gestohlen werden. Darüber schreibt das Portal „Life News“ am Donnerstag.

Die venezolanischen Behörden haben Ermittlungen wegen des Diebstahls von Tieren aus dem Zoo im West-Bundesstaat Zulia eingeleitet. Die Polizei vermutet, dass die Tiere von Hunger leidenden Venezolanern entführt worden seien.

Reuters zufolge sollen aus dem Zoo zuletzt zwei Pekaris – Pecari Tajacu (Nabelschweine, Tayassuidae) – verschwunden sein. Insgesamt sollen die Übeltäter allein innerhalb von wenigen Wochen Tiere von über zehn Arten gestohlen haben, einschließlich eines Büffels.

„Wir vermuten, dass sie mit der Absicht, aufgegessen zu werden, gestohlen wurden“, erklärte der Sprecher der venezolanischen Polizei, Luis Morales.

Im Zoo selbst sei man sich dagegen sicher, dass die Täter aus anderen Gründen gehandelt hätten – die entführten Tiere würden von ihnen weiterverkauft."

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Epoch Times
                    online, Logo

18.8.2017: Parlament in Venezuela hat keine Gesetzesbefugnis mehr
Venzuelas verfassunggebende Versammlung übernimmt alle Gesetzgebungsvollmachten
http://www.epochtimes.de/politik/welt/venzuelas-verfassunggebende-versammlung-uebernimmt-alle-gesetzgebungsvollmachten-a2193887.html

"In Venezuela wurden "alle Organe der öffentlichen Gewalt" der verfassunggebenden Versammlung untergeordnet, das Parlament wurde entmachtet.

Die Ende Juli gewählte verfassunggebende Versammlung Venezuelas hat am Freitag Gesetzgebungsvollmachten des bisherigen Parlaments an sich gerissen.

Die Versammlung verabschiedete einstimmig ein entsprechendes Dekret. Darin spricht sich die Verfassungsversammlung die Befugnis zur Gesetzgebung zu. Diese gilt demnach für Angelegenheiten zum „Schutz des Friedens, der Sicherheit, der Souveränität, des sozioökonomischen und finanziellen Systems, des Staatseigentums und des Vorrangs der Rechte der Venezolaner“.

In dem Dekret heißt es, „alle Organe der öffentlichen Gewalt“ seien künftig der Verfassunggebenden Versammlung untergeordnet. Die Vorsitzende der verfassunggebenden Versammlung, Ex-Außenministerin Delcy Rodríguez, erklärte, die Versammlung sei dazu berufen, „für Ordnung zu sorgen“.

Das Präsidium des Parlaments hingegen unterstrich, es erkenne die „betrügerische“ verfassunggebende Versammlung ebenso wenig an wie alle aus ihr hervorgehenden Handlungen.

In Venezuela tobt seit Monaten ein erbitterter Streit zwischen Staatschef Nicolás Maduro und der Opposition. Die auf Geheiß von Maduro gewählte verfassunggebende Versammlung soll die Verfassung novellieren.

Die Opposition erkennt die Versammlung nicht an. Viele lateinamerikanische Staaten verweigerten ihr die Anerkennung. (afp)"

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25.8.2017: Trumpel meint, Sanktionen gegen Venezuela sichern die Welt: Handel mit neuen, venezolanischen Staatsanleihen sind verboten
Maduro „finanziell auslaugen“: Trump verhängt neue Sanktionen gegen Venezuela
https://de.sputniknews.com/politik/20170825317178883-usa-trump-venezuela-maduro-sanktionen/

"US-Präsident Donald Trump hat neue Sanktionen gegen Venezuela verhängt. Dies teilte am Freitag seine Pressesprecherin Sarah Sanders mit.

Die neuen Sanktionen untersagen den Handel mit neuen venezolanischen Staatsanleihen.

„Die neuen Schritte des Präsidenten verbieten Geschäfte mit neuen Staatsanleihen und Wertpapieren, die von der venezolanischen Regierung und dem staatlichen Erdölunternehmen PDVSA emittiert wurden“, so Sanders.

Die Sanktionen verbieten auch Geschäfte mit bereits existierenden Staatsanleihen sowie Dividendenzahlungen an die Regierung in Karakas.

Die Einschränkungsmaßnahmen hätten das Ziel, das „diktatorische Regime“ des Präsidenten Nicolás Maduro finanziell auszulaugen. Zugleich ließen diese Maßnahmen Raum für humanitäre Hilfe an Venezuela.

Die neuen Sanktionen dürften die Spannungen zwischen Venezuela und den USA verschärfen und das lateinamerikanische Land in eine tiefere Wirtschaftskrise stürzen."

Link: Moskau warnt USA vor Militär-Intervention in Venezuela

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27.8.2017: Korrupte Oberschicht in Venezuela zerstört das eigene Land
Eva Golinger: "Es ist die elitäre Machtstruktur an der Spitze, die in Venezuela korrumpiert ist"
https://amerika21.de/blog/2017/08/182947/golinger-venezuela-intercept

Jeremy Scahill sprach für The Intercept mit der US-amerikanischen Anwältin und Publizistin über die Entwicklungen in Venezuela
(Interview: Jeremy Scahill)
Übersetzung:

"Es gibt viele Themen, über die ich mit dir reden möchte. Ich möchte über einen Teil der Kritik an Maduro reden, der aus der Linken kommt, nicht nur in Venezuela, sondern auch in anderen Teilen der Welt. Aber für den Anfang möchte ich dich nach deiner Antwort auf das fragen, was zunehmend wie ein Säbelrasseln der Trump-Administration wirkt. Es gab Äußerungen von seinem nationalen Sicherheitsberater, H. R. McMaster, sie haben Maduro nun mit Sanktionen belegt. Die New York Times sagt, dass Maduro in ein Lager mit Leuten wie Kim Jong-Un und Bashar Al-Assad passt. Was sagst du zu den Äußerungen der US-Administration und von Medien wie der New York Times zur Situation in Venezuela?

Es hat eine anhaltende Eskalation seitens der USA gegenüber Venezuela gegeben seit Hugo Chávez1 an die Macht kam. Und wir haben eine Steigerung im Laufe der Jahre sehen können, in denen die venezolanische Regierung ihr ideologisches Modell vertieft und sich mehr gegenüber Ländern wie Russland, China und Iran als Handelspartnern geöffnet hat. Und insgesamt eine Position eingenommen hat, die antagonistisch zur US-Regierung ist.

Es ist also nichts Neues, es ist nun einfach nur direkter. Ich denke, dass zuvor viel der Interaktion des Säbelrasselns in einer weniger sichtbaren Art vollzogen wurde.

Es war Präsident Obama, der Venezuela zu einer außergewöhnlichen und besonderen Bedrohung für die USA erklärte und die ersten offiziellen Sanktionen gegen Venezuela erließ. Das ist erst einige Jahre her. Und sie wurden dieses Jahr erneuert bevor Trump ein volles Verständnis für das hatte, was passierte. Es war also wirklich eher eine anhaltende Eskalation.

Nachdem Chávez in den ersten Jahren nach seiner Wahl 1998 nicht dem gefolgt ist, was die US-Regierung wollte und Venezuela nicht mehr der unterwürfige Staat war, wie zuvor, unterstützten die USA 2002 einen Putsch gegen Chávez. Im Lauf der Jahre hat diese Art der Aggression zugenommen.

Jetzt sehen wir sozusagen den Höhepunkt davon und die Tatsache, dass sie sich mehr dahinter klemmen. Aber im Endeffekt bleibt die Beziehung der beiden Länder grundsätzlich dieselbe. Venezuela ist für die USA einer der Haupterdöllieferanten, es ist eine Handelsbeziehung. Sie sind voneinander abhängig. Es gibt im Endeffekt in beide Richtungen viel Rhetorik. Und ja, es gibt unter Trump definitiv eine Eskalation, weil diejenigen aus seinem Umfeld, die diese Eskalation befördern möchten, die reaktionären Teile der republikanischen Partei, sich wesentlich mehr Gehör verschaffen können. Marco Rubio zum Beispiel.

Darum geht es ihnen. Sie haben nach einem Weg gesucht, in Venezuela einen Regime-Change durchzusetzen. Aber das hat nichts mit einem Richtungswechsel in der Politik zu tun. Das war eine Art Staatspolitik der USA gegenüber Venezuela seit der Chávez-Regierung.

Wie beurteilen Sie die Erklärung des britischen Labour-Vorsitzenden Jeremy Corbyn, der Gewalt auf allen Seiten verurteilt hat?

Es ist ein gigantischer Teil der Darstellung der Geschehnisse in Venezuela, der fehlt. Man sieht in den Medien, besonders hier in den USA, in der New York Times, in der Washington Post, im Wall Street Journal, oder auf CNN, NBC sehr viel über Unterdrückung der Proteste der Opposition. Aber man bekommt nicht das gesamte Bild, denn während es staatliche Reaktionen gibt, Repression mit Tränengas und Gummigeschossen, sieht man nicht die andere Seite des Ganzen, nämlich dass es sich nicht gerade um friedliche demokratische Proteste handelt.

Teile der Opposition in Venezuela handeln innerhalb eines demokratischen Rahmens, aber es gibt einen sehr gewalttätigen Teil, der außer Kontrolle geraten ist. Es ist anarchisch. Sie setzen Molotov-Cocktails und selbstgebaute Bomben und Waffen gegen die staatlichen Sicherheitskräfte ein.

Ich muss immer darüber nachdenken was wäre, wenn so etwas in Washington D.C. passieren würde, oder sogar in den Straßen von New York, wo ich bin. Ich meine, das würde nicht länger als eine Stunde anhalten. Wenn sie hier Gebäude in Brand stecken würden, Busse oder Menschen – oftmals unschuldige Menschen. Bislang zumindest ist, was von staatlichen Stellen ermittelt wurde, von der Generalstaatsanwaltschaft, die gegenüber der Regierung Maduro kritisch ist, dass es tatsächlich eine gleiche Zahl an Toten auf beiden Seiten gibt. Die gleiche Zahl kann gewalttätigen Oppositionsdemonstranten zugeschrieben werden, die in manchen Fällen ihre eigenen Leute, Unbeteiligte, Polizisten oder Mitglieder der Nationalgarde verletzten und dann jenen auf der Seite der Regierung. Es geht nicht darum, das in irgendeiner Weise zu rechtfertigen, sondern ein genaueres Bild der Lage zu zeichnen.

Es hat Gewalt auf beiden Seiten gegeben und die Führung der Opposition hat sich dagegen gesträubt, diese Art gewalttätiger Proteste zu verurteilen. Im Gegenteil, sie haben sie sogar befeuert. Weil sie sie als einen Weg gesehen haben, die Straßen "aufzuheizen" und so die Regierung unter Druck zu setzen. Im Großen und Ganzen haben sie versucht, Maduro2 zum Rücktritt zu zwingen, einen Regime Change herbeizuführen. Damit hatten sie keinen Erfolg.

Ich möchte Sie direkt fragen, ob Sie glauben, dass die jüngste Wahl der verfassungsgebenden Nationalversammlung eine legitime, freie und faire Wahl war und dass die von der Regierung veröffentlichten Ergebnisse korrekt waren.

Es gibt viele Anzeichen dafür, dass es keine freie und faire Wahl war und dass die Ergebnisse nicht zutreffen. Aber es gibt noch einen anderen Punkt bei dem Ganzen, der in den Debatten immer fehlt. Und zwar spielte es im Endeffekt keine Rolle, weil diese Wahl von Delegierten für die verfassungsgebende Versammlung durchgedrückt wurde, um eine Verfassung zu ändern, die bereits eine der am meisten gepriesenen Verfassungen der Welt war und die in einem sehr offenen und partizipativen Prozess erarbeitet wurde, der 1999 von Hugo Chávez angeführt wurde. Es gab Viele, mich selbst inbegriffen, die gefragt haben, warum dies die Antwort auf die Probleme Venezuelas sein sollte, wo es doch bereits eine Verfassung gab, die so allumfassend in Bezug auf das wirkte, was notwendig war, um in dem Land in Menschenrechtsfragen voran zu kommen.

Warum haben sie es also gemacht?

Das ist eine der großen Fragen. Im Endeffekt ging es bei der Wahl nur darum, die Kandidatenlisten zu wählen, die bereits von der Regierungspartei nominiert wurden, um an der Umschreibung der Verfassung teilzunehmen. Am Ende spielte es keine Rolle, wie viele Stimmen sie bekommen haben. Die Tatsache, dass die Zahlen möglicherweise von der Regierung frisiert worden sind, ist ein absurder Zug, weil sie nur versuchten gegenüber der Opposition zu punkten, die Wochen zuvor ein nicht verifiziertes und nicht offizielles Plebiszit organisiert hatte, von dem sie sagen, dass sich sieben Millionen Stimmen gegen die verfassungsgebende Versammlung ausgesprochen hätten.

Es war also eher eine Art Kräftemessen zwischen beiden Seiten in Bezug auf die Zahlen. Aber es wäre egal gewesen. Auch wenn die Regierung bei den Wahlen am 30. Juli vier Millionen Stimmen bekommen hätte, sie hätte trotzdem weitergemacht. Es ist also egal. Sie hätten es ohnehin gemacht.

Nun, es spielt schon eine Rolle, weil die Manipulation von Stimmen ein autoritärer Schritt ist, um Ergebnisse zu fabrizieren. Saddam Hussein hat mit 101 Prozent der Stimmen gewonnen. Ich vermute, dass er aufgrund der Art der Repression im Irak ohnehin gewonnen hätte, aber die Idee, dass man überhaupt manipuliert, unterminiert doch die Idee, dass deine Kräfte die pro-demokratischen Kräfte sind, oder nicht?

Absolut. Es ist keine Frage, ich meine, es sieht so aus als wenn die Zahlen um mehr als eine Million Stimmen frisiert wurden, um sie über die Schwelle dessen zu bringen, was die Opposition vorgibt, in ihrem inoffiziellen Plebiszit bekommen zu haben. Es ging nur darum, sagen zu können: "Wir haben mehr als ihr, also habe wir ein legitimes Mandat."

Für mich ist das extrem verstörend, weil Venezuela seit 2004 eines der sichersten Wahlsysteme hatte, mit elektronischen Wahlmaschinen, die durch Papier-Wahlzettel abgesichert wurden und zahlreiche Schritte auf dem Weg, um Betrug zu verhindern, wie Fingerabdrücke, nicht löschbare Tinte, das Abzeichnen einer Wahlakte, in der man unterschreibt und seinen Ausweis zeigt, der dann mit der Information in der Wahlakte abgeglichen wird. Man geht durch all diese Schritte. In dieser speziellen Wahl entfiel davon fast alles. Es gab keine Wahlakten. Es gab keine unlöschbare Tinte. Es gab nicht überall Fingerabdruckmaschinen. Es gibt viele Beweise, dass es möglich war, die Zahlen zu frisieren. Und das ist bedauerlich, weil es ein höchst glaubwürdiges Wahlsystem war und nun wurde es in Zweifel gezogen.

Die Sache ist, dass die Opposition bei jeder Wahl, die sie gegen die Bolivarische Revolution oder die Chávez-Bewegung und jetzt die Maduro-Regierung verloren hat, Wahlbetrug beklagt hat. Es spielte keine Rolle, wie sicher das System war. Und wenn jetzt von Betrug geredet wird und es tatsächlich ein Betrug gewesen sein könnte, dann wirkt das wie eine enorme Niederlage für die Regierungsseite. Sie hätten die Zahlen akzeptieren sollen, die sie hatten und sagen: "Schaut, mitten dieser ganzen Gewalt und der Wirtschaftskrise, sind wir immernoch in der Lage um die 6,6 Millionen Stimmen zu bekommen." Das wäre ein Zeichen der Stärke gewesen.

Aber unglücklicherweise haben sie diesen Weg gewählt und nun gibt es eine verfassungsgebende Versammlung, die eine übergeordnete Macht darstellt, die jetzt erklärt hat, dass sie für mindestens – oder vielleicht höchstens – zwei Jahre an der Macht bleiben wird. Das ist überraschend. Hugo Chávez war 1998 für ein Parteienbündnis angetreten, um die Verfassung zu ändern. Er wurde auf der Grundlage von einer Mehrheit gewählt, dass dies eine der ersten Maßnahmen der Regierung sein würde. Dann wurde nach der Wahl darüber abgestimmt, ob die Menschen tatsächlich eine neue Verfassung ausarbeiten lassen wollten. Mehr als 70 Prozent der Wähler sagten Ja. Dann wurden die Mitglieder gewählt. Dann wurde die neue Verfassung in einem extrem offenen, transparenten Verfahren ausgearbeitet. Es gab Entwürfe der Verfassung, die in den Nachbarschaften herumgereicht und diskutiert wurden. Und dann wurde noch einmal darüber abgestimmt, um sie schließlich auf nationaler Ebene zu ratifizieren.

Dieses Mal fehlen fast alle diese Schritte und damals hatte die Versammlung ein Mandat für vier Monate. Und die Versammlung war keineswegs allem übergeordnet, so dass sie Legislative und Exekutive zugleich sein könnte, was wir jetzt sehen3. Das ist der Grund dafür, dass viel Sorge von Menschen wie mir kommt. Von Leuten die sagen, warte mal, was ist mit unserem demokratischen Regelwerk, das immer so hochgehalten wurde, trotz vieler Risse in diesem System im Laufe der Jahre. Jetzt sehen wir einen deutlichen Bruch.

Ich weiß nichts über Maduros Familienmitglieder und ihre Qualifikationen, aber allein die Idee, dass sein Sohn und seine Frau nun Teil der verfassunggebenden Versammlung sind, kombiniert damit, dass es sich um einen recht klaren Fall von Manipulation der Zahlen zu handeln scheint, wenn auch möglicherweise unnötig, wie du sagst, führt dazu, dass es für Maduro ein wirklich schlechtes Bild hinterlässt.

Natürlich. Es sieht schrecklich aus. Aber man muss verstehen, dass Korruption und Nepotismus teil der venezolanischen Gesellschaft sind. Es ist halt eines der größten ölproduzierenden Länder. Es ist eine Ironie, denn als Chávez 1998 gewann, waren seine zwei wichtigsten Versprechen die Ausmerzung von Armut und Korruption. Natürlich ist die Korruption unter Chávez nicht verschwunden. Manche sagen, sie habe sich ausgebreitet. Aber als jemand, der im Innern war, kann ich sagen, dass Chávez eine Art Kontrollmacht war. Er war jemand, der selbst nicht korrupt war, auch wenn viele um ihn herum es waren. Aber die Regierungen vor seiner Wahl an die Macht waren extrem korrupt. Darum waren die Menschen so angeekelt vom Zweiparteiensystem, das damals seit dem Ende der Diktatur 1958 in Venezuela existierte und sie wollten sich davon befreien.

Als ich 1993 zum ersten Mal nach Venezuela kam, war das Land vollständig kollabiert. Es gab eine Wirtschaftskrise, die Währung war entwertet und die Inflation stieg – vieles von dem, was heute passiert, was es so ironisch macht. Damals wurden die verfassungsmäßigen Rechte suspendiert. Es gab eine landesweite Ausgangssperre. Es gab die Wehrpflicht. Die Armut war auf um die 80 Prozent gestiegen. Die Eliten kontrollierten den Erdölreichtum des Landes und die Erdölindustrie, obwohl diese 1976 verstaatlicht wurde.

Als die Menschen für Hugo Chávez und diese Idee der Bolivarischen Revolution stimmten, wollten sie sich von einem korrupten System befreien. Jetzt scheint alles wieder zurück zu kommen und wir sehen wie der Nepotismus wiederaufersteht, wie sich die Korruption verbreitet, wie Taktiken des Ausschlusses angewendet werden, wie Dissens unterdrückt wird, wie die Armut wächst und auch die Inflation, während die Wirtschaft zusammenbricht. Wenn man sich all das ansieht, dann fragt man sich: "Ist das einfach das Schicksal eines Landes, das dem bittersüßen Fluch des Öls ausgesetzt ist?"

Dazu wollte ich Ihnen eine Frage stellen. Eine Kritik, die zum Beispiel Naomi Klein und Noam Chomsky geäußert haben – auch wenn es sich um nordamerikanische Stimmen handelt –, ist gewesen, dass es eine übermäßige Abhängigkeit vom Erdöl gibt und dass sie mitverantwortlich für anti-demokratische Gegebenheiten ist, die wir teilweise in Venezuela sich entfalten sehen.

Absolut. Aber das ist, wie ich bereits gesagt habe, nicht neu. So hat das Land über Jahrzehnte funktioniert. Der Unterschied ist nur, dass zuvor das Meiste des Erdölreichtums in die Taschen der Eliten wanderte. Maduro hat im Wesentlichen – aber nicht effektiv – versucht, die Sozialpolitik fortzusetzen, die Chávez so beliebt gemacht hat. Aber als Chávez an die Macht kam, war der Ölpreis bei sieben US-Dollar pro Barrel. Es ist nicht so, dass es immer den Preis über 100 US-Dollar gab, den man im Land ausgeben konnte. Die Ölpreise sind langsam über die Jahre gestiegen, wegen der Kriege, an denen sich die USA im Mittleren Osten beteiligt haben und auch wegen der Rolle, die Chávez, Venezuela und andere Länder in einer Art Wiederbelebung der OPEC spielten, von der Venezuela Gründungsmitglied war. Und sie begannen, den Preis für das Öl steigen zu lassen und konzentrierten sich mehr auf die ölproduzierenden als auf die konsumierenden Länder.

Als der Ölpreis 60, 70 Dollar pro Barrel erreichte, hat Venezuela viel Geld ausgegeben, nicht nur für Sozialprogramme, sondern auch für Infrastruktur und allerlei internationale Abkommen und Einkäufe. Eine der Visionen, die Chávez hatte, war es, diese natürlichen und strategischen Ressourcen zu nutzen, anstatt sie einfach zu exportieren. Nicht nur Öl, sondern auch Gas und allerlei Mineralien, Schwermetalle. Um in der Lage zu sein, Technologie ins Land zu holen und sie zu nutzen, um die Infrastruktur in anderen Industriebereichen aufzubauen und die Abhängigkeit vom Öl zu reduzieren. Aber das wurde nie umgesetzt. Es wurden alle möglichen Industrien nationalisiert und die Leute, die damit beauftragt wurden, waren unglaublich korrupt und unfähig. So haben sie sie zugrunde gerichtet.

Nichts davon hat funktioniert. Aber die Idee war da und auch Maduro spricht jetzt viel davon, auch wenn es eine völlige Entkopplung zwischen Diskurs und Realität gibt. Also hält die Abhängigkeit an. Und natürlich ist eine wichtige Ursache für die Krise, die das Land heute durchlebt, die übermäßige Abhängigkeit vom Öl. Nicht allein die Regierung, sondern auch die Menschen, die in dem Sinne abhängig geworden sind, dass sie ihren Anteil erwarten. Es ist der generelle Anspruch den Menschen fühlen, wenn sie in einem solchen System leben, in dem der Staat allumfassend ist und ihre Grundversorgung so weitgehend bereitstellt.

Es wirkt als gebe es unter Maduro einen Trend, der widerspiegelt, was wir bei anderen Regierungen der Region sehen können, wo alle Krisen und Probleme im Wesentlichen auf die USA oder die US-Intervention geschoben werden. Sie haben ein ganzes Buch geschrieben, in dem Sie detailliert die schmutzigen Tricks der USA und ihre Interventionen in Venezuela beschreiben - "Der Chávez-Code". Es ist offensichtlich, dass die USA permanent in die Angelegenheiten anderer Länder rund um die Welt eingreifen, und besonders in Zentral- und Südamerika. Aber es wirkt etwas zu einfach, immer wieder nur zu sagen: "Oh, das ist wegen den USA. Dies ist wegen der US-unterstützten Putsche. Das ist eine von den USA geschaffene Opposition." Liege ich falsch? Es wirkt, als sei das die häufigste Antwort aus dem Pro-Maduro-Lager.

Nun, es ist etwas komplexer. Da gibt es keine einfache Ja-oder-Nein-Antwort. Es gibt offensichtlich eine Kultur, vielleicht ein weltweites Phänomen, dass insbesondere Anführer sich weigern, Verantwortung für ihre Handlungen zu übernehmen. Ich komme immer wieder auf Chávez zurück, weil die Regierung Maduro ihn nutzt, um alles zu rechtfertigen, was sie tut. Ich schaue also immer zurück und untersuche und erinnere sein spezielles Verhalten in vergleichbaren Situationen oder wenn er eine Krise konfrontierte. Und eine Sache, die Chávez zu Beginn so beliebt gemacht hat, war, als er sich 1992 an einer Militärrebellion oder einem Putsch gegen den korrupten Präsidenten beteiligte, der scheiterte. Und er war der einzige – Hugo Chávez, dieser junge Oberstleutnant stellte sich vor die Kameras und übernahm die Verantwortung für das Scheitern.

Für Venezolaner war das ein Moment, der sie durchschüttelte. Es gab jemand in einer Führungsposition, der tatsächlich sagt: "Ich bin gescheitert und übernehme die Verantwortung. Aber es wird mehr kommen, die Sache wird sich fortsetzen", was tatsächlich passierte.

Das war eine Veränderung, die für viele Menschen sehr attraktiv war, in einem Land, in dem so Viele immer nur andere für ihre Fehler verantwortlich gemacht hatten oder sie einfach ignorierten. Und jetzt sehen wir das wieder, das ist einer meiner Kritikpunkte gewesen. Keine Frage, die USA finanzieren die Opposition in Venezuela, absolut. Sie haben es über Jahre gemacht. Ich habe dies umfassend dokumentiert, indem ich den Freedom of Information Act genutzt und die eigenen Dokumente der USA veröffentlicht habe, aus denen hervorgeht, dass sie die Opposition finanzieren.

Unterstützen sie die Opposition und drängen auf einen Regime Change? Völlig klar. CIA-Direktor Mike Pompeo hat das vor kurzem selbst bei einer öffentlichen Veranstaltung gesagt, dass sie alles tun, was sie können, um einen Regime Change herbeizuführen. Wir haben es auch sehr direkt von Außenminister Rex Tillerson gehört. Maduro müsse selbst entscheiden, ob er eine Zukunft wolle – ich paraphrasiere – oder die USA würden dies für ihn entscheiden.

Machen sie das also? Ja. Gibt es eine Art ökonomischer Kriegführung, einen Propagandakrieg? Ja, das gibt es. Aber gibt es Fehler und Verantwortlichkeiten auf Seiten der Regierung? Absolut. Es gibt weit verbreitete Misswirtschaft. Sie haben entsetzliche wirtschaftliche Entscheidungen in Bezug auf die Währungspolitik getroffen und diese extreme Währungskontrolle hat die Inflation auf dem Schwarzmarkt für den US-Dollar in die Höhe schießen lassen. Und zugleich sind die Verträge, die die Regierung mit Unternehmen abgeschlossen hat, um Nahrungsmittel und allerlei Produkte zu importieren, von Korruption durchsetzt. Über 300 Milliarden US-Dollar sind wahrscheinlich über die letzten vier oder fünf Jahre aus dem Land geflossen, die nicht belegt worden sind.

Die Regierung kann nicht einfachen sagen: "Wir haben damit nichts zu tun." Oder die Tatsache, dass so viele der nationalisierten Industrien – die Ölindustrie weniger, aber auch – ihre Kapazitäten nicht auslasten. Manches hat mit externer Sabotage zu tun, mit der Weigerung notwendige Teile zu liefern, um Reparaturen durchzuführen. Aber andere Dinge haben mit den Entscheidungen der Regierung zu tun.

Man kann nicht immer den anderen die Schuld geben. Natürlich spielen die USA eine Rolle, eine offene und berüchtigte Rolle, indem sie nicht nur eine undemokratische Opposition gegen die Regierung unterstützten und einen Regime Change fördern. Aber die Regierung Maduro ist an der Macht, also hat sie immer eine größere Verantwortung für das, was im Land passiert als jene, die außerhalb sind. Es ist keine Frage, dass die Opposition eine alte, wohlhabende Elite repräsentiert, die Privatunternehmen kontrolliert, die Venezuela seit Jahrzehnten betreiben. Und dass sie sich daran beteiligt hat, Produkte zu horten und insgesamt zu sabotieren, um zu versuchen das Konzept zu verwenden, das in Chile gegen Salvador Allende in den frühen 1970ern angewendet wurde, um die Wirtschaft "schreien" zu lassen.

Sie reden natürlich über manche dieser Gruppen, die enorme Mengen Geld, Unterstützung und Berater von den USA und anderen Mächten erhalten haben, die interveniert haben. Aber es gibt auch einen bedeutenden Teil der venezolanischen Gesellschaft, der ebenfalls gegen Maduro ist, ohne von den USA bezahlt zu werden.

Definitiv. Es wäre ungeheuerlich zu sagen, dass sie alle von den USA bezahlt werden, oder dass sie angeheuerte Demonstranten sind. Dass erinnert mich an Donald Trump, der das über jeden sagt, der gegen ihn protestiert. Das ist lächerlich. Chávez war von 1999 bis zu seinem Tod Anfang 2013 Präsident und Maduro ist es seitdem. Wir blicken auf fast 18 Jahre zurück. Es gibt also eine komplette Generation, die aufgewachsen ist und nur diese Regierung kennt. Und natürlich geben sie der Regierung die Schuld für die Probleme, die sie im Land erleben. Zurecht.

Häufig sagt die venezolanische Regierung: "Sie haben keine Ahnung, wie es zuvor war. Es war repressiv, es gab wirkliche Verfolgung, es gab Folter, der Erdölreichtum wurde nicht verteilt und die Armutsraten waren dermaßen hoch." Das ist für viele Menschen heute eine unbekannte Vergangenheit. Für sie ist allein wichtig, was heute passiert.

Es gibt also einen Teil der Bevölkerung, der zur Regierung hält, weil sie nicht wollen, dass die, die sie als "alte Garde" sehen, wieder an die Macht kommen. Weil sie befürchten, dass sich die Dinge wieder dahin entwickeln, wie sie vorher waren. Sie befürchten, dass sie wieder unsichtbar werden und marginalisiert, ausgeschlossen und verfolgt. Und sie haben wahrscheinlich mit dem meisten davon Recht. Besonders, weil Anführer der Opposition, die sich heute mit Maduro messen,  dieselben sind, die 2002 den Putsch gegen Chávez ausgeführt haben. Als sie für 48 Stunden die Macht übernahmen, war es genau das, was sie machten. Sie haben die Verfassung und alle Institutionen aufgelöst. Sie haben Menschen verfolgt und auf der Straße getötet, die mit Chávez oder dem Chavismo identifiziert waren. Sie haben alles rückgängig gemacht, was sie konnten und wollten alles privatisieren.

Es gibt also einen Bezugsrahmen für diejenigen, die zur Regierung halten. Sie sagen im Wesentlichen: "Wir wissen, dass sie korrupt sind, wir wissen, dass die Dinge nicht gut sind, aber die Alternative ist schlechter." Und dann gibt es auf Seiten der Opposition jene, die sagen: "Unmöglich. Das ist eine schreckliche Regierung. Die Lage ist schrecklich für uns, wir wollen einfach eine Veränderung." Und es ist ihnen gewissermaßen egal.

Venezuela hat eine Führungskrise, weil die Opposition keinerlei alternative Art von Führung anbieten kann, die den Menschen etwas gibt, auf das sie in einer positiven Art für die Zukunft blicken können. Es ist entweder die alte Garde oder die aktuelle. Und beide haben gezeigt, dass sie nicht auf eine Weise regiert haben, die für die Menschen von Vorteil ist. Zumindest in Bezug auf die Maduro-Regierung heute und die der Oppositionsführer in der Vergangenheit.

Korrekt. Ich stimme dem, was Sie über die Kräfte von außen, die den Putsch unterstützt haben und über das, was die Putschisten machen wollten, gesagt haben, zu. (…) Auf der einen Seite gibt es manche Leute in Venezuela und in der Region, die glauben, dass man den venezolanischen Staat trotz seiner Fehler verteidigen muss, weil es sich um eine anti-imperialistische und populare Regierung handelt. Und dann gibt es andere Gruppen, die alles anerkennen, was Sie über den Charakter einiger der Oppositionsgruppen gesagt haben, aber die Regierung Maduro als zunehmend delegitimiert und autoritär bezeichnen. Sie kannten Hugo Chávez gut und haben ein Buch über die US-Einmischung in Venezuela geschrieben. Denken Sie, dass das, was Maduro und seine Verbündeten derzeit machen, das Vermächtnis von Hugo Chávez verrät?

Ich denke in manchen Fragen geht es in diese Richtung. Es gibt natürlich keine bewusste Anstrengung, Chávez‘ Vermächtnis zu verraten, aber eines meiner Hauptanliegen …

Ich denke es ist eine ziemlich bewusste Anstrengung, wenn man an den Ergebnissen eines Referendums herummanipuliert.

Diese Art zu handeln ist für mich absolut inakzeptabel und verrät offensichtlich das Vermächtnis von Chávez. Aber nicht nur das, sondern auch jenes der gesamten venezolanischen demokratischen Struktur, die gestärkt worden war. Man hatte viel Hoffnung in diese Art partizipativerer Demokratie gelegt, bis die Dinge um 2012 herum völlig auseinanderzubrechen begannen.

Es ist schwierig, weil es diese Menschen sind, die damit befasst waren, die Bewegung gewissermaßen voran zu bringen. Und zugleich gibt es einen Kreis von Leuten darin – an der Macht in Venezuela – die notorisch korrupt waren. Tatsächlich hatte Chávez selbst einige von ihnen entlassen, aber er hat nicht hart genug durchgegriffen in dem Sinne, dass sie sich der Justiz hätten stellen müssen, wegen Korruption. Und jetzt sind sie wieder da.

Es ist ein Verrat für mich in dem Sinne, dass es eine viel elitärere Struktur gibt, obwohl das Narrativ dasselbe bleibt. Wir können die Handlungen der Regierung Maduro kritisieren und wir können sagen, dass manche von ihnen Chávez‘ Vermächtnis verraten, aber es geht nicht allein darum.

Wir können uns ebenfalls gegen jedwede US-Intervention oder Anstrengungen, einen Regime Change aufzuzwingen, aussprechen, wie es genauso bei jedem anderen Land der Welt ist. Die Souveränität einer anderen Nation zu verletzen, ist inakzeptabel. Aber zugleich gibt es noch immer Millionen Menschen in Basisbewegungen, die für ihre Demokratie kämpfen und sie haben ebenfalls ihre Probleme mit den Leuten an der Macht. Aber sie sind nicht bereit aufzugeben und jenen am äußeren Rechten Flügel, die die Macht übernehmen würden, wenn die aktuelle Regierung sie verlöre, ihre Räume zu überlassen.

In Venezuela gibt es im Moment keinerlei Kompromiss. Ich denke deshalb gibt es außerhalb Venezuelas viele Leute in der Linken, die sagen, dass man sich lediglich gegen Interventionen von außen aussprechen und nichts zu Maduro sagen sollte. Dann gibt es jene die sagen: "Nein, wir müssen über die zunehmend autoritären Charakteristiken dieser Regierung sprechen und über den Verrat an Aspekten des Vermächtnisses von Chávez und allem unter der bolivarischen Revolution erreichten, die sich jetzt zeigen". Und dann gibt es solche, die sagen: "Nein, wir müssen zu Maduro halten, ihm den Rücken stärken und unseren Mund halten."

Diese Debatte muss es geben. Zugleich muss man sich ansehen, was die Rolle derjenigen Menschen ist, die nicht direkt in die Bewegung involviert sind und welche Stimmen und Personen diejenigen sind, die in der Bewegung wirklich wichtig sind. Sind es Maduro selbst und die Leute, die ihn oben in den Machtstrukturen umgeben? Oder ist es die Basis, die sozialen Bewegungen, die Arbeiter, die Organisatoren in den Communities, die Leute, die wirklich dafür kämpfen an allem festzuhalten, was von der Bewegung übrig geblieben ist, die sie aufgebaut haben und die sich selbst in den zurückliegenden 15 Jahren ermächtigt haben.

Das sind die Gespräche, die geführt werden müssen. Diese Menschen fehlen im Narrativ. In den Medien hören wir ständig von der Opposition und den Kritikern, aber wir hören nie von den Menschen an der Basis. Ich meine nicht Leute, die kommen und sagen: "Oh, ich liebe Maduro, ich unterstütze Maduro." Aber Menschen in den Nachbarschaften: ärmere Menschen und die Arbeiterklasse. Das ist tatsächlich die Mehrheit der Menschen, die die Chávez-Bewegung in Venezuela ausmachen. Es ist die elitäre Machtstruktur an der Spitze, die korrumpiert ist.

(...)

Mit der Ausnahme, Maduro direkt ins Visier zu nehmen, scheint die Trump-Administration zumindest öffentlich die grundlegende US-Politik gegenüber Venezuela fortzusetzen, wenn auch auf eine etwas eigene Art. Was bedeutet es, dass Maduro auf die Sanktionsliste gesetzt wurde und dass Vermögenswerte eingefroren wurden?

In Venezuela bedeutet es nicht viel. Tatsächlich wird es als Ehrenabzeichen gesehen. Jedes Mal wenn die US-Regierung in den letzten Jahren einzelne Personen ausgewählt und mit Sanktionen belegt hat, wurden diese von Maduro selbst belohnt (...). Sie haben sogar eine Art Kampagne mit dem Hashtag #ichwillmeinesanktion gemacht. Der Schuss scheint also eher nach hinten loszugehen, denn es schweißt die Menschen und die Truppen im Angesicht einer externen Bedrohung hinter der Regierung zusammen. (...)

Die westliche Welt kann sich gegen Venezuela stellen. Sie unterbrechen aber nicht die Öllieferungen. Wenn sie das machen, würden sie vermutlich mehr US-Interessen beeinträchtigen als Venezuela, weil es um 30 Prozent der Ölversorgung der USA geht und Venezuela hat sechs Ölraffinerien hier in den USA. Venezuela besitzt Citgo, dass im ganzen Land tausende Tankstellen unterhält.

Solange Venezuela seine kommerziellen Verflechtungen und seine strategische Partnerschaft mit Ländern wie Russland und China aufrecht erhält, wird es bei einer externen Bedrohung nicht klein beigeben. Sie werden sich nur stärker reinhängen. Ich denke das ist etwas, das die US-Regierung oder wer auch immer dort die Außenpolitik bestimmt, nicht verstehen. Und sie unterschätzen den Einfluss davon.

(...)

Würde Venezuela Lebensmittelöl statt schwarzes Gold produzieren, würden wir, denke ich, eine deutlich andere Situation sehen. (...) Angesichts der öffentlich eingenommenen sehr feindseligen Position der USA gegen Maduro und dem wachsenden Chor von Stimmen, die im Grunde genommen sagen: "Schau Maduro, du driftest in Richtung Autoritarismus" – auch von Leuten, die nicht von den USA bezahlt sind: Was denkst du wäre der effektivste Weg nach vorn? Was sollte passieren, um dies zu lösen?

Ich wünschte, sie hätten das mit der Umschreibung der Verfassung und der Schaffung einer Art Über-Regierung nicht durchgezogen, weil es noch schwieriger macht, eine Lösung für die Krise zu finden. Aber ich würde weiter auf einen Dialog zwischen den ganzen verschiedenen Fraktionen im Land drängen und nach mehr vernünftigen Punkten suchen. Und dann natürlich Wahlen abhalten. Es soll bald Regionalwahlen geben, die eigentlich vergangenes Jahr stattfinden sollten, und dann nächstes Jahr Präsidentschaftswahlen. Das Problem ist jetzt, dass das Wahlsystem bei den zurückliegenden Wahlen höchstwahrscheinlich kompromittiert wurde und dass es nun eine Art übergeordnete regierende Institution gibt. Diese könnte entscheiden, ob Wahlen stattfinden oder nicht. Ihre Macht würde aber sogar über jedwedem Gewinner einer Wahl stehen, wenn diese stattgefunden hat. Es sieht also so aus, als wären Verhandlungen darüber nötig, welche klaren Linien und Strukturen dafür gesetzt werden, wie es weitergeht. Es muss einen Ausweg über Wahlen geben. Es darf keinen Regime Change geben, keinen Putsch und nicht irgendeine Art anarchischer, gewalttätiger Straßenproteste, um das Land weiter in Richtung eines Bürgerkriegs zu drängen.

Venezuela ist ein Land mit sehr vielen Waffen und es ist über die Jahre enorm gewalttätig geworden. Die Menschen sind in ihren Positionen immer radikaler geworden und es grenzt an eine solche Situation. Ich denke, dass alle internationalen wie nationalen Bemühungen auf einen verhandelten Ausweg zielen müssten, der eine Art von Wahrheits- und Gerechtigkeitskommission beinhalten müsste und eine Amnestie für diejenigen, die in die Entwicklungen der vergangenen Jahre involviert waren. Weil man keinen Ausweg aus der Situation finden kann, wenn Menschen das Gefühl haben, dass sie verfolgt werden, sobald sie die Macht abgeben.

Auf beiden Seiten hat es Verbrechen gegeben. Es ist einfach eine bedauerliche Realität. Wenn Venezuela zu einer friedlicheren Lösung voranschreiten soll und weg von einem Bürgerkrieg, den es geben könnte, dann muss es eine Art von Wahrheitskommission geben. Ähnlich zu dem, was wir im benachbarten Kolumbien sehen, das aber offensichtlich in einer sehr anderen Situation ist (…) Auf diesem Weg würde es zumindest das Gefühl geben, dass die Menschen sie ohne Verfolgung hinter sich lassen können.

Sollten die Akteure aus den USA, die in Venezuela interveniert haben, Teil davon sein?

Ich denke nicht, dass die USA überhaupt Teil davon sein sollen.

Ich meinte es eher in Bezug auf die Rechenschaft der Wahrheitskommission.

Wann wurden die USA jemals für ihre Aktionen in anderen Ländern zur Rechenschaft gezogen? Wir könnten die US-Intervention und Strategien und Taktiken der Aggression gegen Venezuela verurteilen, bis wir blau im Gesicht werden, aber das würde nirgendwohin führen. Ich denke in diesem Moment ist es am wichtigsten, dass regional, auf lateinamerikanischer Ebene ein Prozess in Venezuela unterstützt wird. Und ich weiß, dass es Angebote gegeben hat. Der französische Präsident Emmanuel Macron hat angeboten, sich an diesem Prozess zu beteiligen. Der Papst und andere, die eine neutralere Rolle spielen – was Venezuela braucht. Das Land braucht keine gegnerischen Akteure bei der Lösung der aktuellen Krise.

  • 1. Hugo Chávez (1954-2013) war von 1999 bis zu seinem Tod Präsident von Venezuela
  • 2. Nicolás Maduro wurde im April 2013 zum Präsidenten von Venezuela gewählt. Zuvor war er langjähriger Außenminister und ab 2012 Vizepräsident von Chávez
  • 3. Anm. d. Red.: Auch der Verfassungskonvent 1999 verfügte über diese Vollmachten. Der Unterschied besteht darin, dass sie damals nur für sechs Monate galten und von der jetzigen verfassunggebenden Versammlung auf zwei Jahre festgesetzt wurden. Siehe u.a. Ricardo Combellas: "El proceso constituyente y la Constitución de 1999"; Allan R. Brewer-Carías, "Genesis y evolución de la constitución de 1999", Seite 8-11. Außerdem wurde 1999 vor der Einberufung der verfassunggebenden Versammlung zunächst über die Regularien der Wahl ihrer Mitglieder abgestimmt."
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14.9.2017: Venezuela will keine Dollars mehr für sein Erdöl
Venezuela reagiert auf Sanktionen und will keine US-Dollar mehr für sein Erdöl
https://de.sputniknews.com/politik/20170914317429684-venezuela-sanktionen-us-dollar-erdoel/

<Die Regierung von Venezuela bittet die Erdölexporteure, den US-Dollar durch andere Zahlungsmittel zu ersetzen. Das Ziel: Den Einfluss von US-Sanktionen auf die Wirtschaft des Landes verringern. Das berichtet die US-amerikanische Zeitung „The Wall Street Journal“ am Donnerstag.

Dem Blatt zufolge bat das Staatsunternehmen Petróleos de Venezuela S.A. (PdVSA) seine Partner, Konten in anderen internationalen Währungen einzurichten. Erdölhändler würden bereits Zahlungen in Euro vornehmen. Die Vertreter von PdVSA und des venezolanischen Energieministeriums geben der Zeitung zufolge derzeit keine Kommentare über die neue Politik, die offiziell nicht angekündigt worden sei.

US-Präsident Donald Trump hatte am 25. August neue Sanktionen gegen Venezuela verhängt. Die Maßnahmen untersagen den Handel mit venezolanischen Staatsanleihen sowie Dividendenzahlungen an die Regierung in Caracas.

Die Sanktionen hätten das Ziel, das „diktatorische Regime“ des Präsidenten Nicolás Maduro finanziell auszulaugen, so die Trump-Administration. Sie dürften die Spannungen zwischen Venezuela und den USA verschärfen und das lateinamerikanische Land in eine tiefere Wirtschaftskrise stürzen.>

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16.9.2017: Venezuela lässt sein Öl in Yuan notieren
Goodbye, Dollar: Venezuela steigt endgültig auf neue Währung für Erdöl um
https://de.sputniknews.com/politik/20170916317455654-venezuela-dollar-abschied-waehrungerdoel/

<Venezuela hat damit begonnen, das Erdöl in Yuan statt in US-Dollar zu bewerten, erklärte Präsident Nicolás Maduro.

 „Wir verkaufen das Erdöl und unsere ganze Produktion, indem wir den Währungskorb nutzen, und bewerten es bereits in chinesischen Yuan“, sagte Maduro in einer vom TV-Sender teleSUR übertragenen Rede.

Ihm zufolge haben sich die Behörden wegen der neuen US-amerikanischen Sanktionen, die, wie Maduro behauptet, der Oppositionär Julio Borges gefördert hatte, zu einem solchen Schritt entschieden.

 „Sie haben einen riesigen Schaden zugefügt. (…) Und wir sind gezwungen, uns zu verteidigen“, betonte der Präsident.

Zuvor hatte Maduro seine Absicht bekundet, eine Alternative zum Dollar als Weltwährung zu schaffen, und angemerkt, dass Venezuela „sich aus den Fängen des Dollars, einer Währung, die dem Land den Atem nimmt, befreien“ wolle.

Im August hatte der US-Präsident Donald Trump neue Sanktionen gegen Venezuela verhängt, um das „diktatorische Regime“ des Präsidenten Nicolás Maduro finanziell auszulaugen. Insbesondere ist amerikanischen Unternehmen der Handel mit neuen venezolanischen Staatsanleihen und Wertpapieren untersagt, die von der Regierung Venezuelas und der staatlichen Ölgesellschaft PDVSA emittiert wurden und deren Laufzeit mehr als 30 bzw. 90 Tage beträgt. Die Sanktionen verbieten außerdem Geschäfte mit bereits existierenden Staatsanleihen sowie Dividendenzahlungen an die Regierung in Caracas.>

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4.10.2017: Maduro mit Putin
Maduro über sein „außergewöhnliches Treffen mit Putin“
https://de.sputniknews.com/politik/20171004317726038-maduro-treffen-mit-putin-war-aussergewoehnlich/

"Der Präsident Venezuelas, Nicolas Maduro, hat das Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin in Moskau als „außergewöhnlich“ bezeichnet.

„Ein außergewöhnliches Arbeitstreffen mit Präsident Wladimir Putin, das die Kooperationsbindungen festigt“, schrieb Maduro auf Twitter.

​Bei dem Treffen erwähnte Putin seinerseits die Erfolge Maduros bei der Verbesserung der Beziehungen mit den politischen Kräften in seinem Land. Maduro bedankte sich beim russischen Präsidenten für die politische und diplomatische Unterstützung.

„Wir sehen, dass Venezuela nicht die einfachsten Zeiten durchlebt. Es scheint, dass es Ihnen gelungen ist, einen Kontakt zu denjenigen politischen Kräften zu finden, die ihnen widerstehen“, so Putin.

Dabei berührte der russische Staatschef auch Fragen der bilateralen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern und betonte, die Arbeit seitens Russlands setze sich fort, „unter anderem im Bereich der Wirtschaft“. Außerdem bedankte sich Putin bei Maduro für die Teilnahme an der „Russischen Energiewoche 2017“.

Laut dem venezolanischen Staatschef war der Zeitpunkt für seinen Russland-Besuch sehr passend.

„Es ist die Zeit der Wiederherstellung, für uns fängt eine neue Etappe an. Ich bedanke mich sehr für das Getreideabkommen. Dieses hat sehr geholfen, den Konsum in Venezuela auf stabilem Niveau zu halten“, so Maduro."

Link: Russland hilft Venezuela, den Kopf über Wasser zu halten

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Epoch Times                online, Logo

Venezuela 18.11.2017: WAS PASSIERT MIT KOMMUNISTISCHEN STAATEN, DIE NUR AN REVOLUTION GLAUBEN? ZUSAMMENBRUCH...
Venezolanischer Oppositionsführer nach Spanien geflohen – „Venezuela ist am Abgrund, es bricht zusammen“
http://www.epochtimes.de/politik/welt/venezolanischer-oppositionsfuehrer-nach-spanien-geflohen-venezuela-ist-am-abgrund-es-bricht-zusammen-a2271157.html

Der venezolanische Oppositionsführer Antonio Ledezma ist in seinem Heimatland nach Spanien geflohen. "Venezuela steht nicht nur kurz vor dem Abgrund, es ist bereits im Abgrund, es bricht zusammen", sagte der Politiker am Samstag.

Der venezolanische Oppositionsführer Antonio Ledezma ist aus dem Hausarrest in seinem Heimatland nach Spanien geflohen.

„Venezuela steht nicht nur kurz vor dem Abgrund, es ist bereits im Abgrund, es bricht zusammen“, sagte der Bürgermeister der Hauptstadt Caracas nach seiner Ankunft am Flughafen Madrid-Barajas am Samstagmorgen. Dort wurde Ledezma von seiner Frau und seinen beiden Töchtern sowie vom ehemaligen kolumbianischen Präsidenten Andrés Pastrana empfangen.

Ledezma stand seit 2015 unter Hausarrest in Venezuela. Am Freitag war er zunächst ins benachbarte Kolumbien geflohen. Dort halten sich bereits mehrere venezolanische Regierungskritiker auf, seit in Venezuela vor Monaten ein erbitterter Machtkampf zwischen Präsident Nicolás Maduro und der Mitte-rechts-Opposition begonnen hat.

Von Kolumbien aus machte der 62-jährige Ledezma sich in einem Flugzeug auf den Weg nach Spanien. Ledezma sagte, noch am Samstagmittag werde er „womöglich“ mit Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy zusammenkommen, der die politische Entwicklung in dem südamerikanischen Land bereits in der Vergangenheit kritisiert hatte.

Außerdem werde er im Exil eine Weltreise unternehmen und dabei die Hoffnung der in einer „Diktatur“ lebenden Venezolaner verkörpern, sagte Ledezma. In Bogotá hatte er erklärt, er wolle in Europa Widerstand gegen Maduro organisieren. Als Grund für seine Flucht hatte er außerdem genannt, dass es einen „Regierungsplan“ gegen ihn gebe, wie er von Vertretern des Militärs und des Geheimdienstes erfahren habe.

„Ich will keine Geisel in einer Gewaltherrschaft sein“, sagte er in der kolumbianischen Hauptstadt. Ledezma wird in Venezuela vorgeworfen, an einer „Verschwörung“ gegen Maduros Regierung beteiligt gewesen zu sein.

Maduro hatte die Flucht seines Kritikers am Freitag spöttisch kommentiert: Er bezeichnete Ledezma als „Vampir“, der jetzt durch die Welt fliege und sich in Spanien ein schönes Leben machen wolle. „Dass sie ihn uns bloß nicht zurückgeben“, sagte er bei einer Versammlung in Caracas.

Die Opposition macht den Staatschef für die wirtschaftliche Misere in dem ölreichen Land verantwortlich. Die Proteste zwischen April und Juli wurden 125 Menschen getötet. (afp)>

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Gegenfrage online, Logo

29.3.2018: Sanktionen der kriminellen EU UND der Schweinz (Schweiz) gegen Venezuela: Einreiseverbote und Exportverbote etc.
Schweiz verhängt Sanktionen gegen Venezuela
http://www.gegenfrage.com/schweiz-sanktionen-venezuela/

<Die Schweiz kündigte am Mittwoch eine Reihe von Sanktionen gegen venezolanische Institutionen und hohe Beamte an. Damit folgt das europäische Land den Schritten der USA und der EU, meldet Telesur.

Die Schweizer Regierung ordnete die Einfrierung von Vermögenswerten und Reiseverbote für Personen, Unternehmen und Organisationen an. Darunter sieben venezolanische Minister und hochrangige Beamte.

Wie bei den im Januar verhängten Sanktionen der Europäischen Union finden sich auf der Sanktionsliste der ehemalige Präsident der Nationalversammlung, Diosdado Cabello, Innenminister Nestor Reverol und der Oberste Richter Maikel Moreno.

Die Schweizer Sanktionen beinhalten zudem ein Exportverbot von verschiedenen Gütern nach Venezuela. Die venezolanische Regierung hat derartige Sanktionen der USA und ihrer westlichen Verbündeten wiederholt als Intervention und Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes bezeichnet.

„Ernsthaft besorgt“

Die Schweiz argumentierte, dass Sanktionen verhängt wurden, weil man über die Verletzung der individuellen Freiheiten in Venezuela „ernsthaft besorgt“ sei. Der Grundsatz der Gewaltenteilung werde stark untergraben und die bevorstehenden Wahlen wiesen einen „ernsthaften Mangel an Legitimität“ auf.

Venezuela bestreitet diese Vorwürfe und sieht in diesem Schritt „einer international koordinierte Kampagne der USA und ihrer Verbündeten in Lateinamerika“ mit dem Ziel der Absetzung von Präsident Nicolas Maduro. Die Regierung in Caracas wirft der rechten Opposition zudem vor, Lobbyarbeit mit westlichen Ländern zu leisten.

Reveal content Quellenangaben anzeigen>

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Zero Hedge online, Logo
22-04-2018: Gold reserves of Venezuela are reducing dramatically, from 21.3 to 6.6 billion dollars within 7 years
Venezuela's Gold Liquidation Accelerates; Will Be Out Of Gold In One Year
22.4.2018: Goldreserven von Venezuela schwinden drastisch, in 7 Jahren von 21,3 auf 6,6 Milliarden Dollar
Venezuela beschleunigt die Goldverkäufe; in 1 Jahr werden sie ohne Gold dastehen

https://www.zerohedge.com/news/2018-04-22/current-pace-sales-venezuela-will-be-out-gold-one-year
They are not learning anything but ruining the country to 0 - in 7 years the gold reserves were reduced from 21.3 to 6.6 billion Dollar.
Sie schaffen es nicht, sich in Staatskunde schlau zu machen und ruinieren das Land auf 0 - in 7 Jahren schrumpften die Goldreserven von 21,3 auf 6,6 Milliarden Dollar.

original English:

[Turkey wants to have it's gold all in it's country]

<On Friday, Turkey unveiled its latest unorthodox financial surprise, when a local newspaper reported that Ankara will repatriate all of its gold held at the NY Fed. The stated reason: an attempt to circumvent the dollar. "Why do we make all loans in dollars? Let’s use another currency" said Turkey's president Recep Tayyip Erdogan during a speech at the Global Entrepreneurship Congress in Istanbul on April 16, according to Hurriyet. "I suggest that the loans should be made based on gold."

In what some saw an appeal for a gold standard by the Turkish president and a bid to sever ties with the US Dollar, Erdogan added that “with the dollar the world is always under exchange rate pressure. We should save states and nations from this exchange rate pressure. Gold has never been a tool of oppression throughout history."

While Erdogan may have had honest, and even noble, intentions (yes, one can smirk here) it is worth noting that Turkey is hardly the first country to demand its gold back from western nations, having been preceded in recent years by Germany, Austria and the Netherlands.

[Venezuela's Chaves wanted to have all gold in the country]

But the most notable, and ominous for the people of Turkey, example of gold repatriation is also the first one in the post-crisis period, when Venezuela's then-leader Hugo Chavez demanded all Venezuela gold located in offshore central banks be returned to the motherland. At the time, Chavez said he did it for the people, and since he died shortly after, there was no way to gauge what his real intentions were.

The problem is what happened later.

Conveniently, last week Russ Dallen of Caracas Capital wrote inform his clients what Venezuela has been doing over the course of the past several years regarding is repatriated, and now swiftly dwindling gold reserves.

In September 2011, Venezuela had $21.269 billion in gold reserves. After a rash of selling gold in Switzerland to pay bonds maturities and coupons in early 2016 (which we tracked assiduously and reported on in these reports), Venezuela's gold reserves had fallen to $7.7 billion where they held steady until November 2017. But as we reported in October of 2017, there were loans backed by gold that Venezuela had taken out that were coming due. As we reported last month, in the last two months of 2017, Venezuela had lost $1.1 billion in gold and reported that they held $6.6 billion in gold on December 31. In January, Venezuela's gold reserves fell another $500 million.

As of January 31, Venezuela had just $6.1 billion in gold reserves, down another half billion from the $6.6 billion Venezuela reported a month earlier on December 31. In short, Venezuela burned through $1.6 billion of its gold reserves in 3 months, and it is important to note that this fall in gold reserves is without Venezuela paying its bond debts.

As Dennis Gartman summarized in his Friday letter to clients, "at the current pace of sales, Venezuela will effectively be out of gold by May or June of next year. Having fallen from $21.3 billion seven years ago, it’s now down to $6.6 billion as of the end of January and we suspect that it’s sold another billion since then." His conclusion:

"The trend is clear; "The Seller" is almost sated."

He certainly is, and soon the world's poorest socialist paradise will also have no gold left unleashing the final stage of Venezuela's social collapse. Still, one wonders who is on the other side of the trade, and is so eagerly buying all the gold Venezuela has to sell. 

Meanwhile, we hope Venezuela's tragic experience with its soon-to-be-vaporized physical gold which was converted to paper money so Venezuela could repay the country's debts to the west will be a lesson to the people of Turkey: keep a close eye on what Erdogan is about to do with the people's gold. If the "president for life" follows in Maduro's footsteps, Turkey's gold will soon be gone, all 591 tonnes of it.>

Übersetzung:

[Türkei will alles Gold im Land haben]

<Am Freitag enthüllte die Türkei ihre neueste unorthodoxe finanzielle Überraschung, als eine lokale Zeitung berichtete, dass Ankara sein gesamtes Gold, das bei der NY Fed gehalten wird, zurückführen wird. Der angegebene Grund: ein Versuch, den Dollar zu umgehen. "Warum geben wir alle Kredite in Dollar aus?" Let's use another currency", sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan während einer Rede auf dem Global Entrepreneurship Congress in Istanbul am 16. April, so Hurriyet. "Ich schlage vor, dass die Kredite auf Gold basieren."

In einem Appell des türkischen Präsidenten für einen Goldstandard und dem Versuch, die Verbindung zum US-Dollar abzubrechen, fügte Erdogan hinzu: "Mit dem Dollar steht die Welt immer unter Wechselkursdruck. Wir sollten Staaten und Nationen vor diesem Wechselkursdruck bewahren. Gold war nie ein Werkzeug der Unterdrückung in der Geschichte."

Während Erdogan ehrliche und sogar edle Absichten hatte (ja, man kann hier schmunzeln), ist es bemerkenswert, dass die Türkei kaum das erste Land ist, das sein Gold von den westlichen Nationen zurückfordert, nachdem in den letzten Jahren Deutschland, Österreich und die Niederlande vorausgegangen waren.

[Venezuelas Chavez wollte alles Gold im Land haben]

Aber das bemerkenswerteste und bedrohlichste Beispiel für die Menschen in der Türkei ist auch das erste in der Zeit nach der Krise, als Venezuelas damaliger Führer Hugo Chávez die Rückgabe des gesamten in den Offshore-Zentralbanken befindlichen venezolanischen Goldes an das Mutterland forderte. Damals sagte Chavez, er habe es für das Volk getan, und da er kurz darauf starb, gab es keine Möglichkeit, seine wahren Absichten abzuschätzen.

Das Problem ist, was später passiert ist.

Letzte Woche schrieb Russ Dallen von Caracas Capital Informationen an seine Kunden, was in Venezuela bezüglich Repatriierung von Goldreserven passiert ist, und nun schwinden sie so schnell wie nie zuvor.

Im September 2011 hatte Venezuela 21,269 Milliarden Dollar an Goldreserven. Nach einem überstürzten Verkauf von Gold in der Schweiz, um die Fälligkeiten von Anleihen und Kupons Anfang 2016 zu bezahlen (was wir gewissenhaft verfolgt und in diesen Berichten berichtet haben), waren die Goldreserven Venezuelas auf 7,7 Milliarden Dollar gefallen, wo sie bis November 2017 stabil blieben. Aber wie wir im Oktober 2017 berichteten, gab es von Venezuela aufgenommene, mit Gold unterlegte Kredite, die fällig wurden. Wie wir letzten Monat berichteten, hatte Venezuela in den letzten beiden Monaten des Jahres 2017 1,1 Milliarden Dollar an Gold verloren und berichtete, dass es am 31. Dezember 6,6 Milliarden Dollar an Gold hielt. Im Januar fielen die Goldreserven Venezuelas um weitere 500 Millionen Dollar.

Zum 31. Januar hatte Venezuela nur 6,1 Milliarden Dollar an Goldreserven, eine weitere halbe Milliarde weniger als die 6,6 Milliarden Dollar, die Venezuela einen Monat zuvor am 31. Dezember gemeldet hatte. Kurz gesagt, Venezuela hat innerhalb von drei Monaten 1,6 Milliarden Dollar seiner Goldreserven verbrannt, und es ist wichtig festzustellen, dass dieser Rückgang der Goldreserven vor sich geht, ohne dass Venezuela seine Anleiheschulden bezahlt.
Wie Dennis Gartman in seinem Freitagsbrief an die Kunden zusammenfasste, "wird Venezuela bei dem derzeitigen Verkaufstempo im Mai oder Juni nächsten Jahres praktisch kein Gold mehr haben. In 7 Jahren sind die Goldreserven also von 21,3 Milliarden Dollar auf 6,6 Milliarden Dollar Ende Januar gefallen. Wir vermuten, dass es seitdem eine weitere Milliarde verkauft hat." Sein Fazit

"Der Trend ist klar; "Der Verkäufer" ist fast gesättigt."
Das ist er sicherlich, und bald wird auch das ärmste sozialistische Paradies der Welt kein Gold mehr haben, das die letzte Phase des sozialen Zusammenbruchs in Venezuela auslöst. Dennoch fragt man sich, wer auf der anderen Seite des Handels steht und so eifrig das ganze Gold kauft, das Venezuela zu verkaufen hat.

Unterdessen hoffen wir, dass Venezuelas tragische Erfahrung mit seinem bald verdampfenden physischen Gold, das in Papiergeld umgewandelt wurde, damit Venezuela die Schulden des Landes im Westen zurückzahlen konnte, eine Lektion für die Menschen in der Türkei sein wird: Behalten Sie genau im Auge, was Erdogan mit dem Gold des Volkes zu tun hat. Wenn der "Präsident fürs Leben" in die Fußstapfen von Maduro tritt, wird das Gold der Türkei bald weg sein, alle 591 Tonnen.>


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Zero Hedge online, Logo
May 7, 2018: Venezuela's oil production sinks becaus of lack of investment
Ex-Venezuela Oil Boss: PDVSA Is Collapsing
7.5.2018: Venezuelas Ölproduktion wird  wegen fehlender Investitionen sinken
Ex-Venezuela-Ölbaron: PDVSA kollabiert
https://www.zerohedge.com/news/2018-05-07/ex-venezuela-oil-boss-pdvsa-collapsing
The man who ran Venezuela’s state oil company PDVSA for a decade after 2004 says that the country’s oil firm is on the cusp of total collapse and expects oil production to drop by 600,000 bpd each year amid lack of investment. Der Mann, der nach 2004 10 Jahre lang die staatlich-venezoelanische Ölfirma PDVSA geleitet hat, meint, dass die Staats-Ölfirma am Rande des totalen Kollapses steht, und die Ölproduktion werde um 600.000 Barrels täglich (bpd) pro Jahr sinken, wegen fehlender Investitionen.


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Kopp-Report online, Logo

11.6.2018: NATO will Venezuela destabilisieren und dann besetzen - zusammen mit "befreundeten" Nachbarländern
Der geheime US-Plan gegen Venezuela
https://kopp-report.de/der-geheime-us-plan-gegen-venezuela/

<Peter Orzechowski

Nach der Wiederwahl von Nicolas Maduro zum Präsidenten von Venezuela haben die USA ihre Sanktionen verschärft. Argentinien, Kanada, Australien, Mexiko, Chile, die USA und die EU wollen die Wahl nicht anerkennen. Im Hintergrund allerdings läuft ein viel weitreichenderer Plan: die Übernahme des ölreichen Landes durch Putsch und Einmarsch.

Die argentinische Journalistin Stella Calloni hat auf der Website des Voltaire Netzwerks den geheimen Plan der US-Kommandozentrale für Südamerika (SouthCom) enthüllt, wie die Bolivarische Republik Venezuela gestürzt werden soll. Er nennt sich »Plan zur Beendigung der Diktatur von Venezuela« und sieht einen »Meisterschlag« vor.

Dieser »Masterstroke« soll eine Offensive im Inneren des Landes mit allen Medien und gewalttätigen Aktionen sein. Wenn es nicht gelingen sollte, Präsident Nicolás Maduro mit dieser Offensive zu stürzen, werde für die »Verteidigung der Demokratie« der Plan B ausgelöst, der mehrere Länder und eine »multilaterale Kraft« umfassen werde, um militärisch zu intervenieren. Das Dokument zählt auch die Verbündeten auf: Panama, Kolumbien, Brasilien, Guyana, Argentinien und »andere Freunde«.

Revolte im Inneren

Das Dokument – so Stella Calloni – umfasse elf Seiten und trage die Unterschrift des Admirals Kurt Walter Tidd, des aktuellen Oberbefehlshabers von SouthCom. Die Oppositionskräfte (»Verteidiger der Demokratie und des Wohls der Bevölkerung«), so heißt es in dem Dokument weiter – müssten »die populäre Unzufriedenheit durch die Erhöhung des Destabilisierungsprozesses und des Mangels an Versorgungsgütern fördern«. Sie sollten Präsident Nicolás Maduro »unter Druck setzen, verspotten und ihn als Symbol der Dummheit und Inkompetenz zeigen und ihn wie eine Marionette von Kuba darstellen«. Er müsse »als allein verantwortlich für die Krise, in die er die Nation gestürzt hat« dargestellt werden. Dazu sei es notwendig, innerhalb des Landes fabrizierte Nachrichten zu verbreiten, durch einheimische und ausländische Medien. Auch die sozialen Netzwerke sollten dabei genutzt werden. Ziel sei es, »in allen Medien die Notwendigkeit zu unterstreichen, dass der Situation ein Ende zu setzen ist, weil sie in ihrer Essenz untragbar ist«.

Kapitalflucht vorantreiben

Eine weitere Empfehlung des Generals: »die interne Instabilität bis zu kritischen Höhen zu treiben, indem man die Unterkapitalisierung des Landes, das Auslaufen von Devisen und den Verfall der lokalen Währung vorantreibt. So lassen sich weitere Inflationsmaßnahmen forcieren.« Ein weiteres Ziel ist, »alle Importe zu blockieren und gleichzeitig potenzielle ausländische Investoren abzuschrecken«. Der Plan fordert auch dazu auf, »an einheimische Verbündete und aus dem Ausland eingeschleuste Agenten zu appellieren, mit dem Ziel, Proteste, Störungen und Unsicherheit, Plünderungen, Raub, Diebstähle, Überfälle und Entführungen von Schiffen und anderen Transportmitteln zu provozieren, um die Grenzregionen zu destabilisieren und auch die nationale Sicherheit in den Nachbarländern zu stören«. Man solle auch »die Regierung mit dem Drogenhandel verbinden, um ihr Image sowohl im Inland als auch in der internationalen Öffentlichkeit zu schädigen«. Darüber hinaus solle man »einen Plan für den Abfluss der besten Fachkräfte ausarbeiten, um das Land seiner hochqualifizierten Experten zu berauben; das wird die innere Situation noch mehr verschlechtern, wofür man die Regierung dann beschuldigen kann.«

Militärische Einmischung

Die Offiziere der venezolanischen Armee sollen aufgestachelt werden, »einen Staatsstreich vor Ende des Jahres 2018 vorzubereiten, wenn diese Krise nicht genügt, um den Zusammenbruch der Diktatur zu verursachen, oder wenn der Diktator sich weigert abzutreten«.

Militärisch empfiehlt der Plan, die Spannung an der Grenze zu Kolumbien solle angeheizt, der Schmuggel von Benzin und anderen Waren angekurbelt, die Aktivitäten der paramilitärischen Gruppen gefördert und damit bewaffnete Zwischenfälle mit venezolanischen Grenzposten provoziert werden. In den Flüchtlingslagern (mit kolumbianischen Staatsangehörigen) von Cúcuta, La Guajira und im Norden der Provinz Santander sollen paramilitärische Gruppen Unruhe stiften. Konkrete Schritte müssten eingeleitet werden, um »Unterstützung und Zusammenarbeit der alliierten Behörden der befreundeten Länder (Brasilien, Argentinien, Kolumbien, Panama und Guyana) zu erhalten; die Versorgung der Truppen, logistische und medizinische Unterstützung von Panama aus zu organisieren; Krankenhäuser und deren Einrichtungen im Darién (im Dschungel Panamas) zu nutzen; des Weiteren die Flughäfen, die für den Colombian Plan entwickelt wurde; die Landebahnen der ehemaligen Militärbasen Howard und Albrook (Panama) sowie den Flugplatz von »Rio Hato«; auch das Humanitäre Regionalzentrum der Vereinten Nationen, das über ein eigenes Rollfeld und eine Lagerhalle verfügt und das für Katastrophen und humanitäre Notlagen ausgelegt ist.«

Unter internationaler Flagge

Das Dokument lässt keinen Zweifel daran, dass es sich um eine Intervention handelt, denn es spricht von »Stationierungen von Flugzeugen und Kampfhubschraubern, gepanzerten Fahrzeugen, geheimdienstlichen Posten und militärischen Spezialeinheiten für Logistik (Polizei, Militärstaatsanwälte und Gefängnisse)«. Die Militäroperation solle unter internationaler Flagge laufen, »mit der Zustimmung der Konferenz der Amerikanischen Streitkräfte und unter dem Schutz der OAS« (Organisation Amerikanischer Staaten). Brasilien, Argentinien, Kolumbien und Panama sollten ihre geografische Nähe nutzen und ihre Erfahrungen mit Operationen in bewaldeten Gebieten und im Dschungel einbringen. Kampfeinheiten der Vereinigten Staaten würden ebenfalls teilnehmen und die Leitung des gemeinsamen Generalstabes übernehmen.

Konkret sieht der Plan (im Wortlaut) vor:

  • die Einrichtungen des Landes Panama für die Nachhut und die Anlagen von Argentinien zur Sicherung der Häfen und der maritimen Positionen zu verwenden;
  • auf Brasilien und Guyana einzuwirken, um die Migrationsbewegungen zu nutzen, die wir an der Grenze zu Guyana fördern wollen;
  • die Unterstützung von Kolumbien, Brasilien, Guyana, Aruba, Curaçao, Trinidad und Tobago und von anderen Staaten zu koordinieren, angesichts des Zustroms von venezolanischen Migranten, der durch die Fortschritte der Krise verursacht wurde;
  • die internationale Beteiligung an der multilateralen Operation von Staaten, Nichtregierungsorganisationen und internationalen Organisationen in Sachen Logistik und Geheimdienst.

In einem der letzten Absätze des Dokuments spricht der General davon, dass »alle Möglichkeiten der psychologischen Kriegsführung der Armee der Vereinigten Staaten umgesetzt werden«. Man müsse die »Diktatur Maduros« anstacheln, gewaltsame Mittel einzusetzen, um die internationale Unterstützung für das Vorgehen gegen die venezolanische Regierung zu bekommen. Das wirkliche Ziel dieser ganzen Aktion freilich ist, den wichtigsten Öllieferanten der beiden Amerikas wieder auf die Seite des Imperiums zu ziehen.

Das hatte schon der ehemalige US-Präsident Barack Obama erkannt und am 9. März 2015 ein Dekret erlassen, das in der bürgerkriegsähnlichen Situation in Venezuela eine Bedrohung der USA sah. Im Unterschied zum Syrian Accountability Act von George W. Bush (2003) handelt es sich bei Obamas Text zu Venezuela um ein Präsidentendekret und nicht um ein Gesetz.>

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