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Andes: Andinische Weltanschauung 02: Mythen und Legenden (Kosmovision)

Wiracocha - Titicacasee - Bergketten - Lebensmittel - Lagunen  - Monster - Stier - die Kirche korrumpiert das Land: Huancayo



Tiahuanaco, puerta del sol con el dios
                            creador Wiracocha en el centro encima El lago Titicaca
                            cerca de Desaguadero con la puesta del sol Cordilleras de
                            los Andes, p.e. entre Ayacucho y
                            Andahuaylas La laguna de Paca cerca de
                            Jauja (Xauxa) en el valle del Mantaro /
                            valle del Huancamayo



Tiahuanaco, das Sonnentor mit dem Schöpfergott Wiracocha  an der Spitze, Nahaufnahme [2] Der Titicacasee bei Desaguadero mit dem Sonnenuntergang [5] Anden-Bergketten, z.B. zwischen Ayacucho und Andahuaylas [9] Die Paca-Lagune (laguna de aca) bei Jauja (Xauxa) im Mantaro-Tal / Huancafluss-Tal [12]


von Herbert Salas (Investigación de Herbert Salas para AylluMedia Cooperativa de la Imagen - 2000 - http://www.huancainos.com/mitos.htm)

übersetzt von Michael Palomino (2019)

(Die Webseite http://www.huancainos.com/mitos.htm war nicht mehr aufrufbar, deswegen beschloss ich, den Inhalt auf www.am-sur.com zu präsentieren)

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Inhalt

1) Die Schöpfung der Welt - Wiracocha bei der Arbeit

2) Apu KonTicse Wirakocha (das Wasserhauptwesen Wiracocha - nördliche Version)

3) Wirakocha-Legende (zweite Version)

4) Atay Imapurancapia y Urochombe - ein bellender Hund in Huancayo - ein Heiligtum Warivilka für Wiracocha

5) Wo die Lebensmittel herkommen - Vögel verteilen ein Baby

6) Die Paca-Lagune (Welt-Lagune) - ein Pärchen in den Bergen - und eine Überschwemmung durch eine Andentrommel (Tinya)

7) Der Amaru -  bevor es Menschen gab, gab es "Monster - und dann verschwqand ein See und es blieb nur noch die Lagune

8) Ein Stier in Añay und Rupac (Añay rupac toro) - Ein "Dämon" kommt als "Stier" heraus

9) Die Schätze der Catalina Huanca - wie die päd.kr. Vatikan-Kirche die Region Huancayo mit einer Frau korrumpierte
Kapitel I: Zuwendungen an die Ureinwohner - Einführung des Fests der Blinden - jährliche Reisen zwischen Huancayo und Lima
Kapitel II: San Jerómino mit einem Heilerpriester - und da sind viele Schätze gebunkert
Kapitel III: Der Sakristan verschwindet

10) Cronistas Españoles über die Wankas im Jauja-Tal

10a) Pedro Cieza de León über Wankas: Das Tal von Jauja und die Eingeborenen - Wanka-Volksgruppen in der Region Jauja bekriegen sich - unter den Inkas arbeiten sie produktiv

10b) Guaman Poma de Ayala: Wallallo Karwancho (der gelbe, bellende und weinende Hund)



1) Die Schöpfung der Welt - Wiracocha bei der Arbeit
Tiahuanaco, puerta del sol con el dios
                          creador Wiracocha en el centro encima   Tiahuanaco, puerta del sol con el dios
                          creador Wiracocha en el centro encima   Crear el mundo
                        y la Tierra con "América" del Sur
Tiahuanaco, das Sonnentor mit dem Schöpfergott Wiracocha  an der Spitze [1] - Nahaufnahme [2] - Crear el mundo y la Tierra con "América" del Sur [3]

In den frühen Tagen war alles leer und dunkel. Der Schöpfergott Kon Ticsi Wiracocha [auch: Huiracocha, Viracocha] erstellte dann Himmel und Erde, und die ersten Wesen bevölkerten die Erde. Die Erde wurde von riesigen Tieren und primitiven Menschen bevölkert, die ohne Harmonie und Ordnung in der Dunkelheit herumliefen. Deswegen wird gesagt, Wiracocha sei aus der Lagune Collasuyo ein zweites Mal aufgestiegen, nun aber in Begleitung von weiteren Halbgöttern. Und da Menschen, die er zuerst erschaffen hatte, nur wirres Zeug laberten, verwandelte er sie aus Wut in Steine. Dann plötzlich, machte die Sonne und den Tag, die nun ihren ihren perfekten Kurs hinlegten. Dann formte er die Sterne und den Mond. Dann nahm er die versteinerten ersten Menschen als Modell und schuf neue Leute: Ein Oberhaupt, das regieren und herrschen sollte, ausserdem viele Frauen mit Kindern, und auch andere mit ihren Kindern.

Und dann sagte er zu seinem Begleiter: "Die heissen nun so und so, und kommen aus einer gewissen Quelle, in einer gewissen Provinz, dort werden sie siedeln, und dort werden sie sich vermehren, und diese anderen da, die kommen aus einer gewissen Höhle, die heissen so und so und werden gewisse Landstriche bevölkern, und auf diese Weise, immer von diesem Modellen abgeleitet, kommen sie die aus den Quellen, Flüssen und Höhlen heraus, wie ich euch sage", und er zeigte auf den Ort, wo die Sonne aufging, wandte sich zu seinen Begleitern und meinte weiter: "Ihr werdet alle in diese Regionen gehen, sie aufzuteilen und sie im Recht unterrichten, das sie befolgen müssen, um ein besseres Zusammenleben zu entwickeln." Seine Gesandten gehorchten und die Männer wurden aufgeteilt, so dass nur noch zwei in Begleitung des [Schöpfer]gottes [Wiracocha] übrigblieben. Dann als die Aufgabe erfüllt war, kamen sie zurück, wurdem mit dem Gott Wiracocha wieder vereint und spazierten auf den Schaumkronen auf dem See.



2) APU KON TICSE WIRACOCHA (das Wasserhauptwesen Wiracocha - nördliche Version)

El lago Titicaca cerca de Puno   Templo de Tiahuanaco,
                            puerta y muro sin mortero
Der Titicacasee bei Puno[4] - der Tempel von Tiahuanaco, Tor und Mauer ohne Mörtel [6]

Nach der großen universellen Flut, die das Land überflutete, beschloss Wiracocha, die Erde wieder von einer Insel des Titicacasees aus zu bevölkern, befahl, dass die Sterne und der Mond herauskommen und schuf von Tiahuanaco aus alle Nationen und befahl, dass sie alle aus ihrem Herkunftsort herauskommen sollten. Nach seiner Schöpfungsarbeit wanderte Wiracocha in Richtung Norden, und als er beim Dorf Cacha vorbeikam, wurde er von den Menschen dort misshandelt. Als Strafe für diese Misshandlung sandte er eine Feuerflut, die vom Dorf und seinen Bewohnern nichts mehr übrigliess. Später ging er weiter nach Urcos und nach Cusco, und nach der Überquerung der Anden gelangte er an die Küsten von Ecuador. Während der ersten Zeit seines Auftretens hatte Wiracocha es mit einem rebellischen Diener zu tun, er hiess Tahuapaca oder Tarapaca, auch als Tunapa bekannt, dessen Persönlichkeit und Bedeutung ein Rätsel sind. Die Chiriguanos rufen Tunapa als ihren Gott an. Später wurde Tunapa, als das Gebiet eine Kolonie geworden war, von den [Jesus-Fantasie]-christianisierten Ureinwohnern in einen christlichen [Fantasie]-Apostel verwandelt.


3) Wiracocha-Legende (zweite Version)

El lago Titicaca
                            cerca de Desaguadero con la puesta del sol   Tempo de
                            Tiahuanaco, templo 3 con sus muros perfectos
                            sin mortero
Der Titicacasee bei Desaguadero mit dem Sonnenuntergang [5] - Die Tempelanlage von Tiahuanaco, Tempel Nr. 3 mit seinen perfekten Mauern, alles ohne Mörtel [7]

Nach der großen Flut "UNU PACHACUYI" trat der Gott Wirachocha in Tiawanaco auf und schuf die Menschen, die dann an ihren Pacarinas [Ursprungsorten] auftauchten und vier Könige zum Regieren einsetzten. Dem Cla Capac wurde in den Süden geschickt, der Pinahua in den Westen, der Tocay Capac in den Osten und der Manco Capac in den Norden, ausgehend vom Heiligen See bis nach Huatanay, wo er die Stadt Cusco gründete und dann nach Nordosten in Richtung Nordküste weiterzog, wobei er von zwei treuen Dienern begleitet wurde. In Tumbes verirrten sie sich auf dem Weg nach Westen im Meer und reiten seitdem auf den Wellen des Pazifischen Ozeans.


4) ATAY IMAPURANCAPIA Y UROCHOMBE - ein bellender Hund in Huancayo - ein Heiligtum Warivilka für Wiracocha

Mapa del
                            Perú con el imperio Wari y con el imperio
                            Tiahuanaco  Ruina del templo de Warivilka   Huancayo con la ruina Warivilka,
                            mapa
Karte von Peru mit dem Wari-Reich und dem Tiahuanaco-Reich [Karte1] - Tempelruine von Wariwilka [8] - Kartge von Huancayo mit der Ruine Wariwilka [Karte2]

Der Schöpfer der Welt, das Wasserhauptwesen Wiracocha, schuf die Erde und die Lebewesen, die sie bevölkerten. Er liess in Wari eine Wasserquelle sprudeln, von wo das Pärchen der Huankas [Wankas, Region Huancayo / Wancayo] aufstieg: Atay Imapuramcapia war der Mann, und Uruchumpi die Frau. Sie gründeten an diesem Ort das erste Dorf. Ihre Kinder begannen, andere Gegenden zu bewohnen. Aber ihre Nachkommen, so heisst es, wurden mit der Zeit dann undankbar, sie vergassen ihren Schöpfer und beteten den Gott Wallallo Karwuancho an [den gelben, bellenden Hund],l der am Ende nach seiner Bestrafung nach Huaytapallana [in die hohe Bergkette] flüchtete. Die reuigen Wankas [aus der heutigen Stadt Huancayo] bauten ihrem Schöpfer deswegen zu seinen Ehren, und um die Erinnerung an ihre Herkunft zu bewahren, den Wariwilka-Tempel und verehrten den wahren Schöpfer [Wiracocha].


5) Wo die Lebensmittel herkommen - Vögel verteilen ein Baby

Cordilleras de
                            los Andes, p.e. entre Ayacucho y
                            Andahuaylas   Condor   Choclo blanco, mercado de Surquillo  
Anden-Bergketten, z.B. zwischen Ayacucho und Andahuaylas [9] - Condor-Adler [10] - weisser Mais vom Markt in Surquillo [11]

Als der Wasserhauptgott Wiracocha die Andenketten formte und diese mit allen Arten von fliegenden Vögeln bevölkerte, waren da noch keine Landpflanzen oder Landtiere. Die Vögel mit den weißen Federn flatterten am Boden und bildeten eine weiße Fläche auf der Suche nach Nahrung. Der Gott sandte dann Mama Raywana, um zu sehen, wie man das Land zum Leben erwecken sollte, denn nach den Vögeln kamen da die Menschen, die ja noch mehr zu Essen brauchten als sie.

Einmal schien Mamma Raywana schwanger zu sein. Dann gebar sie ein schönes Kind, das von den Vögeln gefeiert wurde. Eines Tages ging Mama Raywana in eine tiefe Schlucht, um die Kleidung des Kindes in kristallklarem Wasser zu waschen, und ließ ihren Sohn in der Obhut der Vögel zurück. Nach einer Weile fing das Kind an zu weinen. Jedes Mal weinte es mehr und mehr, bis die Vögel zusammenkamen, um die Schreie zu hören. Mit dem Wunsch, ihn abzulenken, streichelten die Vögel ihn mit ihren Schnäbeln. Nach und nach verwandelten sich die Liebkosungen jedoch in Stiche.

In ihrem Ungestühm und in der ganzen Verwirrung töteten sie das Kind. Dann erschraken die Vögel. Sie riefen einen Rat herbei um zu diskutieren, was si emit dem Toten nun tun sollten. Einige meinten, man sollte ihn sofort begraben, andere meinten, man sollte ihn weit wegbringen, damit die Mutter es nicht sieht.

Nach langem Hin und Her einigten sie sich darauf, den Toten verschwinden zu lassen. Sie kamen darin überein, den Körper zu zerschneiden und die kleinen Stückchen auf der ganzen Erde zu verteilen. Die Vögel transportierten die Stückchen in ihren Schnäbeln und auf ihren Flügeln, und auch andere, also die Zunge, das Herz, schlussendlich noch weitere, die Knochen, die Finger- und Zehennägel.

Besorgt erschien Mama Raywana sehr spät. Sie suchte ihren Sohn und konnte ihn nicht finden. Da sie glaubte, die Vögel hätten ihn versteckt, fing sie an, schreiend herumzulaufen. Sie war verzweifelt, wollte sterben. Sie wurde im höchsten Teil der Anden in Stein verwandelt. Und dann verging die Zeit. An jedem Ort, an dem Teile des Kindes begraben waren, begannen Pflanzen zu sprießen. Wo die Augen begraben waren, kamen die Erbsen heraus, aus den Nägeln sprossen die Bohnen, wo die Zähne vergraben waren, kam der Mais, wo das Herz und die Nieren vergraben waren, die Kartoffeln. Die kleinen Olluco-Kartoffeln wuchsen aus den Hoden, aus dem Penis die Knollen des Knolligen Sauerklee (oca); aus den Knochen wuchs die Yucca; aus dem Muskelfleisch wuchsen Früchte.

Die alarmierten und verwirrten Vögel fingen an, von einem Ort zum anderen über die Berge zu huschen. Der Wasserschöpfergott Wiracocha verwandelte sie in Schneeflocken. Seitdem sind die Bergketten von ewigem Schnee bedeckt. Noch heute nennen viele die Anden als Bergkette Cordillera mincuipa maman Janca.


6) Die Paca-Lagune (Welt-Lagune) - ein Pärchen in den Bergen - und eine Überschwemmung durch eine Andentrommel (Tinya)

La laguna de Paca cerca de
                          Jauja (Xauxa) en el valle del Mantaro / valle
                          del Huancamayo   Peru con
                            Lima+Huancayo+valle del Mantaro, mapa   El valle del Mantaron con
                            Jauja+con la laguna de Paca y laguna de
                            Tragadero, mapa   tambor andino
                                      (quechua: tinya)
Die Paca-Lagune bei Jauja (Xauxa) im Mantaro-Tal / Huancamayo-Tal [12] - Karte von Peru mit Lima+Huancayo+Mantarotal / Huancamayo-Tal [Karte3] - Das Mantarotal mit Huancayo, Jauja und der Paca-Lagune [Karte 4] - Andentrommel (Ketschua: Tinya) [17]

Das gesamte Huancamayo-Tal [seit dem 18.Jh. heisst das Tal mit Huancayo Mantaro-Tal - Link] war unter der Herrschaft der Inkas. Die Heerscharen des abgehärteten General Cápac Yupanqui hatten die überheblichen Huancas unterworfen. Nun begann die Aufgabe der Reorganisation, und zwischen den Gegenden mit ihren Ayllus [Gemeinden] und Llactas [Zentren] sollte gemäss Befehl ein Königsweg bis nach Cusco gebaut werden. Gleichzeitig erlaubte der Gewinner als friedensbringende Massnahme, dass einige der Caciques [Häuptlinge] ihre alten Privilegien behalten konnten.

Die Prinzessin Cori Paca (Versteckter Stern, die Tochter des Häuptlings von Hatun Xauxa [Hatun Jauja, oder einfach Jauja], wurde wegen ihrer ausgesprochenen Schönheit dafür ausgewählt, um im Sonnentempel der Jungfrauen in der Hauptstadt des Inkareichs (Tahuantinsuyo) zu dienen. Aber Cori Paca liebte heilmich einen Hirten [mit einer Schafherde] namens Guacra. Die beiden waren schrecklich traurig, als sie von der Nachricht hörten. Deswegen entschieden sie,zusammenzubleiben und planten eine Flucht. Sie flohen in die hohen Berge, wo sie die Herden des Dorfes weiden liessen.

Die Zeit verging. Das Paar lebte auf den Höhen. Im Gegensatz dazu, so heißt es, organisierten die Häuptlinge von Xauxa in den Ebenen durch Enttäuschungen und moralischen Wandel große Orgien.

Cori Paca und Guacra weideten ihr Vieh im Ödland der Gipfel. Einmal kam unerwartet ein zerlumpter alter Mann in ihr bescheidenes Zuhause, um nach Nahrung zu suchen. Die Ehepartner boten an, was sie hatten. Der alte Mann dankte ihnen und sagte beim Abschied noch:

Sehen Sie eine riesige Tinya [Andentrommel] auf dem Shujos-Berg? Nun, lauf weg. Geht in die Richtung Sonnenaufgang. Drehe dich nicht um, wenn du ihre Geräusche hörst. Wenn ihr das tut, werdet ihr bestraft.

Bald war ein ohrenbetäubendes Geräusch zu hören. Die Tinya [Andentrommel] begann zu erklingen und erklang immerzu und ihre Echos hallten an den Bergen. Das Ehepaar, voller Angst und Neugier über das, was hinter ihrem Rücken geschah, befolgten die Anweisungen nicht und drehten die Gesichter um. Sie sahen, dass die Tinya in Richtung Ebene rollte und eine große Menge Wasser in Wasserstrahlen auslehrte. Die ganze Stadt der Xauxas wurde überschwemmt. So entstand die Paca-Lagune.

Der Gott Con Ticsi Viracocha, der ihnen als Bettler erschienen war, bestrafte auf diese Weise die Exzesse der Xauxas. Und weil Cori Paca und Guacra nicht gehorcht hatten, verwandelte er sie zu versteinerten Statuen.


7) Der Amaru - bevor es Menschen gab, gab es "Monster" - und dann verschwand ein See und es blieb nur noch die Lagune

Peru con
                            Lima+Huancayo+valle del Mantaro, mapa   Valle del
                                Mantaro / del Huancamayo, fotos aereas
Karte von Peru mit Lima+Huancayo+Mantarotal / Huancamayo-Tal [Karte3] - Das Mantaro-Tal / das Huancamayo-Tal, Luftaufnahmen [13]

Laut den Erzählungen der Taitas [Familienväter], so haben die das in den dunklen, unvordenklichen Zeit erzählt, war die gesamte Huancamayo-Region eine gigantische Lagune, die von Monstern bewohnt wurde. Der Mensch war noch nicht geschaffen worden. Dann befahl der Gott Kon Ticse [Hauptwassergott] Wiracocha der Tulumanya (Regenbogen), den Amaru zu zeugen. Die Tulumanya setzte einen Fuß auf ein Ufer und den anderen auf die gegenüberliegende Seite. In den stillen Gewässern sah sie mit ihrem siebenfarbigen Körper zufrieden aus, ihreBrust war gebrochen und eine gewaltige geflügelte Schlange wurde geboren, die mit einem großen Sturz fiel. In der großen silbernen Weite spazierte der Monsterkönig allein. Die Tulumanya fand das nicht gut, also kreierte sie einen weiteren Amaru, der nun eine dunklere Farbe hatte, um beide zu unterscheiden.

Aber es passierte, dass von diesem Moment an keine Ruhe mehr herrschte. Die beiden riesigen Monster bestritten die Vorherrschaft des Sees. Jeder wollte über den anderen herrschen. Um den Stolz der Wesen zu bestrafen, entlud der Gott Kon Ticse [Hauptwassergott] Wiracocha einen Sturm, dessen Strahlen beide töteten. Alle schauderten. Die Amarus wurden als Trümmer auf dem See verstreut.

Aufgrund der Unruhen brachen die Stützmauern des südlichen Teils des Sees und das Wasser lief in einer Sturzflut ab. Nur in Paca und in Ñawinpuquio blieben die Reste dieses großen Sees. Dann entstand von Norden nach Süden der Fluss Huancamayo [mayo=Fluss], und so formte sich das Tal. In allen Bereichen herrschte nun Frieden. Pflanzen keimten und Tiere erschienen. Das Leben blühte in tausend Farben.



8) Ein Stier in Añay und Rupac (AÑAY RUPAC TORO) - Ein "Dämon" kommt als "Stier" heraus

Toro
Ein Stier [14]

In Añay und Rupac sind viele mutige Stiere unterwegs. Heute ist ganz Añay und Rupac eine Graswiese. Vor befand sich in Añay Rupac die Direktion der Städte. Dort lebte eine sehr schöne Andenfrau, und der Teufel wollte sie entführen.

Der Teufel versteckte sich in einem Puquio [Wasserloch] und als das Mädchen Wasser holte, kam der Teufel unter der Erde hervor und begann mit ihr zu reden. Dann vertraute sich das Mädchen dem hl. Augustinus an und der Teufel wurde ein Bulle. Die Farbe war schlammfarbig.

Dieser Stier in Añay und Rupac Añay Rupac hat die [Jesus-Fantasie]-Christen erschreckt. In der Herde schnaubt er, und sein Fell ist schlammig-dreckig, dann verschwindet er. Deswegen wird herumerzählt, sei das Dorf immer mehr ausgetrocknet, bis da nur noch Ruinen waren.


9) Die Schätze der Catalina Huanca - wie die päd.kr. Vatikan-Kirche die Region Huancayo mit einer Frau korrumpierte

Peru con
                              Lima+Huancayo+valle del Mantaro, mapa   Catalina Huanca, una
                            mujer de la iglesia ped.cr. corrupta en
                            Huancayo con mucha riqueza y ninguno sabe de
                            donde vino su riqueza...   Huancayo, parque de la Identidad
Karte von Peru mit Lima+Huancayo+Mantarotal / Huancamayo-Tal [Karte3] -
Catalina Huanca [15], eine sehr reiche Frau der korrupten, pädophil-kriminellen Kirche in Huancayo, und niemand weiss, woher ihr Reichtum kam... - Huancayo, der Identitätspark [16]

Anfang des 11. Jahrhunderts waren die Huancas oder Ureinwohner im Mantaro-Tal [auch Huancamayo-Tal genannt - Huancafluss-Tal] unabhängig und kriegerisch, und der Inka Pachacutec erreichte erst nach ermüdenden Feldzügen, diese Leute zu unterwerfen und ins Inkareich einzugliedern, obwohl er den Häuptling Oto Apu-Alaya anerkannte und ihm das Recht vergab, seinen Titel und seine Regentschaft an seine Nachkommen weiterzuvererben.

Als Atahualpa gefangengenommen war, schickte Pizarr Truppen an die Nieren des Landes, und der Häuptling von Huancayo war einer der ersten, der die neue Ordnung der Regierung anerkannt, denn da wurde ein Tauschgeschäft veranstaltet: Ihm sollten seine alten Privilegien erhalten bleiben. Pizarro, der trotz seiner Gewissensbisse ein politischer Hexer war, dem gefiel dieses Nebeneinander mit dem Pakt; und um dem Häuptling noch mehr zu schmeicheln, und ihn noch mehr ins Vertrauen zu ziehen, schloss er mit ihm einen heiligen Bund, indem er ihn als Pate ans Taufbecken führte, und ihm Catalina Apu-Alaya vorstellte, die Titelerbin und Herrschaftsnachfolgerin.

Das Dorf San Jeronimo, befindet sich drei kastilische Meilen von Huancayo und drei Kilometer vom Kloster Ocopa, wo sich damals die Häuptlingsleitung befand.

[Huancayo: Die päd.kr. Jesus-Fantasie-Kirche baut Kirchen und ein Krankenhaus]

Catalina Huanca, wie sie allgemein als Protagonistin dieser Legende bezeichnet wird, war eine Frau von grosser Hingabe und Nächstenliebe. Also, der Wert der Kacheln und des Holzes für den Bau der [Jesus-Fantasie]-Kirche und des [Jesus-Fantasie]-Klosters von San Francisco belief sich auf 100.000 Pesos; und zusammen mit dem [Jesus-Fantasie]-Erzbischof Loayza und dem [Jesus-Fantasie]-Geldbischof Bruder Domingo de Santo Tomás, wurde das Spital zur [Jesus-Fantasie]-Heiligen Ana gebaut. In einem der Säle dieser heiligen [Jesus-Fantasie]-Einrichtung sah ich das Porträt von Doña Catalina, eine Malerei im Stil  des Churriguerismus.

Um das [Jesus-Fantasie]-Krankenhaus zu erhalten, gab sie auch das kleine Haus, Land und Grundstücke, die sie in Lima besass. Ihre Nächstenliebe für die Armen, denen sie erfolgreich diente, wurde sprichwörtlich.


Ella fue también la que implantó en esos siete pueblos la costumbre, que aún subsiste, de que todos los ciegos de esa jurisdicción se congreguen en la festividad anual del patrón titular de cada pueblo y sean vestidos y alimentados a expensas del mayordomo, en cuya casa se les proporcionen, además alojamiento. Como es sabido, en los lugares de la sierra esa fiesta dura de 8 a 15 dias, tiempo en que los ciegos disfrutan de festines, en los que la pachamanca de carnero y la chicha de pira se consumen sin medida.

Murió Catalina Huanca en los tiempos del Virrey Marqués de Guadalcázar, de cerca de 90 años de edad y fue llorada por grandes y pequeños.

Kapitel I

[Catalina Huanca in der Region Huancayo: Zuwendungen an Ureinwohner - Einführung des Festes der Blinden]

In der königlichen Steuerkammer von Lima wurde eine Stiftung gegründet, deren Produkt verwendet werden sollte, um einen Teil des entsprechenden Beitrags an die Ureinwohner zu verwenden: Ureinwohner von San Jeronimo, Mito, Orcotuna, Concepción, Sincos, Chupaca und Sicaya unmittelbaren Dörfern in der Hauptstadt des Cacicazgo.

Sie war es auch, die in diesen sieben Dörfern den Brauch einführte, der noch existiert, dass sich alle Blinden im Land sich auf einem Jahresfest versammeln, das vom amtsinhabenden Patron jedes Dorfes veranstaltet wird, und sie werden vom Hausverwalter gekleidet und verpflegt, wo das Fest stattfindet, und auch untergebracht. Wie bekannt dauert dieses Fest in der Sierra 8 bis 15 Tage, und in dieser Zeit geniessen die Blinden die Festlichkeiten, mit Speis und Trank mit Schaffleisch-Eintopf (Pachamanca) und Chicha, so viel, wie sie mögen.

Catalina Huanca starb in der Zeit des Vizekönigs Marqués de Guadalcazar, mit etwa 90 Jahren, und wurde von Gross und Klein beweint.

[Catalina Huanca: Die jährlichen Reisen zwischen Huancayo und Lima - begleitet von 300 Einheimischen]

Doña Catalina verbrachte vier Monate im Jahr in ihrem Stammhaus in San Jerónimo, und als sie nach Lima zurückkehrte, lebtre sie in einer silbernen Koje und wurde von dreihundert Ureinwohnern begleitet. Natürlich wurde sie in allen Weilern und Durchgangsorten mit großen Festen erwartet. Die Ureinwohner des Landes behandelten sie, indem sie sie als Königin oder hohe Dame betrachteten, mit Hohachtung, und sogar die Spanier schrieben ihr respektvolle Ehrerbietung zu.

Also, in Tat und Wahrheit war die Gier der [Jesus-Fantasie]-Eroberer daran interessiert, diese Führerin anders zu behandeln, denn sie fuhr alljährlich von Lima in die hohe Sierra hoch (und das ist kein Scherz!). Also da waren 50 beladene Lastesel, die da mit Gold und Silber beladen waren. Woher nur konnte die Hohe Dame Catalina diesen Reichtum herholen? Kam der von Tributzahlungen, die die Minenverwalter ihrer Minen und weiterer Besitztümer ihr zahlen mussten? War da vielleicht zufällig der Teil eines Schatzes aufgetaucht, der sich währen Jahrhunderten unter ihren Vorfahren angesammelt hatte und nun von den Eltern an die Kinder weitergegeben worden war? Letzteres war der allgemeine Glaube.

Kapitel II

[Das Dorf San Jerónimo bei Huancayo mit einem Heilerpriester - und die korrupte Kirche hat viele Schätze gebunkert]

Im Dorf San Jerónimo bei Huancayo: Der [Jesus-Fantasie]-Priester von San Jerónimo war im Jahre 1642 ein [Jesus-Fantasie]-Dominikaner-Bruder, ein sehr eifersüchtiger Typ, der auf das Wohl seiner Gemeindemitglieder eifersüchtig war. Er behandelte sie, was die seelische und körperliche Gesundheit betraf. Wer dem [Jesus-Fantasie]-Abt widersprach oder die Zustimmung verweigerte, der konnte mitessen, und die [Jesus-Fantasie]-Gemeinde von San Jerónimo hat niemanden zur Zahlung des Zehnten und zur Abgabe der ersten Früchte benutzt, und hat auch für Begräbnisse oder Hochzeiten nie etwas berechnet, und auch Schwindeleien oder Gaunereien gab es auch keine. Also, da waren viele Seelen zu heilen, die da ausgebeutet wurden, so wie ein Schäfer seine Schafe pflegt.
Wann, ich sage nur, seine Vaterschaft [so eine Vaterschaft wie bei ihm] war wirklich selten!
Mit solch einem evenglikalen [Jesus-Fantasie]-Verhalten wird es verständlich, dass der [Jesus-Fantasie]-Priester immer knapp an Kleingeld war und um ein Bodigo-Sandwich mit Ei und Paprikawurst bettelte. Also, die Enge, in der sie lebten, aber den Humor hatte er dabei nicht verloren, und er schlief auch weiterin gut. Aber da kam der Tag, als er erstmals die Pracht beneidete, die andere [Jesus-Fantasie]-Bischöfe umgab, seine Nachbarn. Deswegen sagte er sich ohne Zweifel,

Dazu wurde zweifelsohne gesagt:

Biene und Schaf
Und Teil der [Jesus-Fantasie]-Kirche
Nun begehrt die Alte ihren Sohn

Das war der Fall durch eine Funktion des [Jesus-Fantasie]-Kirchenrats, da wurde ihm verkündet, dass der hochgeehrte Herr [Jesus-Fantasie]-Erzbischof Don Pedro Villagómez gerade einen Delegierten oder Inspekteur der [Jesus-Fantasie]-Diözese ernannt habe.

Und wie das in ebensolchen Fällen so ist, bereiten sich die [Jesus-Fantasie]-Priester darauf vor, das Haus durch das Fenster zu füllen, um den Kontrolleur und sein Gefolge liebenswürdig zu empfangen. So verflogen die Tage und dem unserem beschämenden [Jesus-Fantasie]-Dominikaner wurden die Türen eingerannt, wenn wieder körperliche Leiden oder schwitzende Nüsse auftraten. Dann grübelte er darüber nach, wie er den Besuch mit Würde empfangen könnte.
Aber je mehr sich seine Gehirnschale verbog, kam er doch immer wieder zur Schlussfolgerung, dass, wo kein Mehl war, es nur Ärger brachte, und dass aus Ellenbogen keine Speckschnitten wachsen.
Sie beten den Vers, dass nie jemand fehlt, der es eilig hat; und dieses Mal war der Mann für den Fall derjenige, der am wenigsten an den [Jesus-Fantasie]-denken konnte, wie wir ja sagen würden, der letzte Sieg im menschlichen Kartenspiel, wobei das übrigens immer der Nachbar war, der die Ämter entheiligte, und da war noch ein Glockengiesser in der [Jesus-Fantasie]-Pfarrei.

Da war aus San Jerónimo ein Ureinwohner, der gerade mal das Gewicht seines Taufscheins auf dem Rücken tragen konnte, knittrig, wie es eben passiert, nichts [Jesus-Fantasie]-Heiliges, und seine Lumpen rochen nach Elend. Er überwand kurz seine Mutlosigkeit und lernte vom guten [Jesus-Fantasie]-Dominikaner, und eine Nacht, nach der Ausgangssperre  und beim Feuer, náherte er sich ihm und sagte:

- Vater (taita) [Jesus-Fantasie]-Bischof, mach dir keine Sorgen. Lass dir die Augen verbinden und komm mit, dass ich dich dorthin bringe, wo du mehr Geld findest, als du brauchst.

Zuerst glaubte der [Jesus-Fantasie]-Kirchenmann, sein Sakristan habe den Ellbogen mehr angehoben als vernünftig.
Aber die Anstrengung des Ureinwohners und sein Ernst und seine Führung führten dazu, dass der [Jesus-Fantasie]-Priester sich schließlich an den Vers erinnerte - den alten Mann, den Rat und die Reichen, das Heilmittel - und sich eine Schlafmaske über die Augen stülpen ließ, seinen Stock nahm und auf dem Arm des Glockengiessers abgestützt durch das Dorf ging.

Die Nachbarn von San Jerónimo wurden damals wie heute gleichzeitig mit den Hühnern an Morfeo übergeben, so dass das Dorf verlassen wie ein Friedhof dalag, dunkler als ein dunkles Versteck. Es bestand also kein Grund, wichtige Begegnungen zu fürchten, geschweige denn neugierige Blicke.

Der [Jesus-Fantasie]-Sakristan wurde nun hin und hergeführt, damit er die Orientierung verlor, und dann gab es da ein dreifaches kabbalistisches Klopfen an eine Tür, es wurde geöffnet, und trat mit dem [Jesus-Fantasie]-Dominikaner in den Hof. Dort wurde das Hin und Her nochmals wiederhlt, bis sie eine Treppe hinabstiegen, die in einen Keller führte.

Der Ureinwohner nahm nun das Tuch von den Augen des Priesters und sagte:
- Vater (taita), schau und nimm, was du brauchst

Der Dominikaner hielt Distanz wie einer, der Visionen sieht; und wie es seine Altersbeschwerden, Gewohnheiten und weissen Haare zuliessen, tat sich ihm beim Umdrehen eine Überraschung auf, Schläge auf die Schuhe gemacht und dann die Zahlenreihe gesungen: eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben. ich hatte in meinem Leben einen Geschmack wie diesen.

Da war er in einer riesigen Galerie, die von Harzfackeln beleuchtet wurde, die an den Pfeilern befestigt waren. Er sah Personenbilder in Gold, über einem Gestell aus Silber, und Stäbe aus demselben Metall reichlich auf dem Boden verstreut. Du heilige Pimpinelle! Dieser Schatz sollte den [Jesus-Fantasie]-Heiligen Vater von Rom in den Wahnsinn treiben


Kapitel III

[Ein Besucher verschwindet - der Sakristan verschwindet]

Eine Woche später kam der Besucher in Begleitung eines [Jesus-Fantasie]-Geistlichen und mehrerer [Jesus-Fantasie]-Messdiener nach San Jerónimo.

Obwohl der Zweck seiner Herrschaft darin bestand, ein paar Stunden in dieser [Jesus-Fantasie]-Gemeinde zu verlieren, musste er drei Tage bleiben, und so wurde er belohnt. Es gab Stiere, Feste, Tänze und andere Stilfeste; aber alle mit einer Fülle und Pracht, die die Gemeindemitglieder in Ehrfurcht versetzte.

Woher hatte ihr Pastor, dessen Bezüge kaum für einen Eintopf ausreichten, die Mittel für so viel Prunk? Also da waren die Leute mit ihrem Latein am Ende.

Aber als der Besucher weiterreiste, begann der [Jesus-Fantasie]-Priester von San Jerónimo, der anfangs noch fröhlich und zugänglich war, Fleisch zu verlieren, wie wenn Hexen ihn aussaugen würden, und begann, undeutliche Frasen zu stammeln, wie wenn jemand eine Zungenstarre hat.

Dann rief er herum und die Spannung steigerte sich, und sie tuschelten über seine Feuersglut für die Hebammen des Orts. Seitdem hat er den [Jesus-Fantasie]-Küster nie mehr besucht, weder lebendig noch in gemaltem Zustand, noch wurde irgendwas über ihn vermeldet, also er war wie vom Erdboden verschluckt.

Das grosse Rätsel blieb der Verbleib des [Jesus-Fantasie]-Sakristans. Diese Wahrheit, die im Geiste der guten Ordensleute gewisse Skrupel geweckt hatte, denen, die mehr Nährboden gaben, das blieb unerklärlich.
Zwischen den Augenbrauen funkelte da beim [Jesus-Fantasie]-Priester die Idee, dass der Ureinwohner in Tat und Wahrheit ein Dämon aus Fleisch und Blut gewesen war, folglich hatte er aus der Hölle Gold und Silber verschenkt, um den Besucher und sein Gefolge zu bewirten.
Ich meine, wenn seine Vaterschaft irgendeinen Existenzgrund hatte, und dick, um den Bolzen zu verlieren!
Und bis zu einem solchen Punkt wurde er besorgt und seine Stimmung war so melancholisch, dass er Witze über das Sterben machte, und beim Nachtisch sangen sie ihm ein Gori-Gori [Gespenstergesang].

In der Akte der [Jesus-Fantasie]-Mönche von Ocopa steht eine Erklärung, dass der Sterbende über die Schätze Kredite vergeben hatte, die ihm der Teufel gezeigt hatte. Der Verfluchte hatte es gewagt, aus Eitelkeit und Gier.

Das Haus von Catalina Huanca existiert in San Jerónimo. Das Volk hat die feste Überzeugung, dass im Keller ein Versteck sei, mit den fabelhaften Schätzen der Führerin, und sogar in unseren Zeiten wurden Ausgrabungen gemacht, um zu verhindern, dass die Holzbarren verfaulen oder sich im muffigen, abgeschlossenen Raum Schimmel bilden kann.

 




10. Spanische Chronisten [über die Wankas im Jauja-Tal]


10a. Pedro Cieza de León

Das Tal von Jauja und die Eingeborenen - [Wanka-Volksgruppen in der Region Jauja bekriegen sich - unter den Inkas arbeiten sie produktiv]

Die Wanka-Ureinwohner erzählen eine sehr lustige Geschichte und sagen, dass ihre Herkunft und Geburt von einem Mann abstamme, an dessen Namen ich mich nicht erinnere, und von einer Frau namens Urochombe, die aus einer Quelle namens Guaribilca stammte, die ihnen gegeben wurde so gut, dass die Guancas von ihnen kamen und dass sie sich daran erinnerten, dass sie an einer hohen und sehr großen Mauer vorbeigingen, und gleich daneben stand ein Tempel, wo sie hauptsächlich ihre Anbetungen machten...

Diese Ureinwohner kennen ihren Schöpfer unter dem Namen Ticeviracocha. Sie glaubten an die Unsterblichkeit der Seele. Kriegsgefangenen wurde die Kehle durchgeschnitten, und [enchían] die Lederhäute aus Asche und aus anderen machten sie Trommeln. Da laufen sie gekleidet mit Decken und Hemden. Die Dörfer hatten befestigte Quartiere, aus Stein, die Häuser sahen wie kleine Türme aus, breit im Grundriss und gegen oben immer enger. Heutzutage, wenn man das von weitem sieht, sehen sie wie spanische Türme aus. Früher waren die alle einmal autonome Volksgruppen (behetrías), die sich untereinander bekämpften, und als sie uner den Inkas lebten, widmeten sie sich eher der Arbeit und der Viehzucht.

Sie trugen Kleidung, die länger war als die, die sie mitbrachten. Als Kronen-Kopfband haben sie 4 Finger breites Wollband auf dem Kopf. Sie kämpften mit Schlingen, Pfeilen und Speeren. In der Vergangenheit bauten sie an der Quelle bereits einen Tempel, den sie Guaribilca nannten. Ich habe ihn gesehen; und neben ihm standen drei Peruanische Pfefferbäume (molles) wie große Walnussbäume. Diese wurden als heilig angesehen und neben ihnen befand sich ein Platz für die Meister, die zum Opfer kamen, von wo aus sie einen Plattenstein hinuntergingen, bis sie einen Zaun erreichten, an dem sich die Spur des Tempels befand. In der Tür befanden sich Türsteher, die den Eingang bewachten und die Steintreppe zur bereits erwähnten Quelle hinuntergingen, wo sich eine sehr alte dreieckige Mauer befand.

Ich besuchte dieses Gebäude und den Tempel und es war mit Herrn Cristóbal, dem Sohn von Herrn Alaya, der bereits verstorben war und mir diese alte Stätte zeigte. Und dieser und die anderen Herren des Tals sind [Jesus-Fantasie]-Christen geworden, und es gibt zwei [Jesus-Fantasie]-Geistliche und einen [Jesus-Fantasie]-Mönch, die dafür verantwortlich sind, ihnen die Dinge unseres heiligen katholischen [Jesus-Fantasie]-Glaubens beizubringen. Dieses Tal von Jauja ist von Schneebergen umgeben. Zum größten Teil gibt es Täler, in denen die Guancas [Huancas, Wankas] ihre Felder haben. Die Stadt der Könige wurde in diesem Tal besiedelt, bevor sie an der Stelle bevölkert wurde, an der sie Gold und Silber enthielt.

 

10b. Guaman Poma de Ayala

[Wallallo Karwancho (der gelbe, bellende und weinende Hund)]

"... und die Wanka-Indianer, Xauxas, Hananwankas, Urinwankas, opferten Hunden, weil sie Hunde gegessen und mit ihnen und mit Coca und Futter und Hundeblut und peruanischem Pfefferbaum geopfert haben." Und so sagen sie: Mein Herr Huaca Carguanchoullallullo und bis jetzt werden sie Guaca alcomicoc genannt. Und einige, weil sie nicht gegen das Gesetz verstossen haben, dass sie immer noch Hunde halten und essen, und dafür müssen sie noch bestraft werden ... "(GPA 1615, S. 267)


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Fuentes
[web01] https://es.wikipedia.org/wiki/Auqui
[web02] https://es.wikipedia.org/wiki/Suyos_del_Imperio_incaico

Fuentes de fotos
[1] Tiahuanaco, puerta del sol con el dios creador Wiracocha en el centro encima: foto de Michael Palomino 2011
[2] Tiahuanaco, dios creador Wiracocha en la puerta del sol, vista de cerca: foto de Michael Palomino 2011
[3] Globo Tierra con "América" del Sur: https://pixabay.com/photos/earth-blue-planet-globe-planet-11015/
[4] El lago Titicaca cerca de Puno: foto de Michael Palomino 2011
[5] El lago Titicaca cerca de Desaguadero: foto de Michael Palomino 2011
[6] Templo de Tiahuanaco, puerta y muro sin mortero, templo de Kalasasaya: fotos de Michael Palomino 2011
[7] Tempo de Tiahuanaco, templo 3 con sus muros perfectos sin mortero: fotos de Michael Palomino 2011
[8] Ruina de Wariwilka: Pinterest, foto de Orlando Tipismana: https://www.pinterest.de/pin/487022147175183305/
[9] Cordilleras de los Andes, p.e. entre Ayacucho y Andahuaylas: foto de Michael Palomino 2010
[10] Condor: https://pixabay.com/photos/andean-condor-vultur-gryphus-bird-43303/

[11] Choclo blanco, mercado de Surquillo: foto de Michael Palomino 2008
[12] Valle del Mantaro / valle del Huancamayo con Huancayo de los Wankas / Huancas: Laguna de Paca: Pinterest: Silvia Revoredo:
https://www.pinterest.de/pin/350788258460484156/; https://www.peruenvideos.com/espejo-agua-laguna-paca-junin/
[13]
Valle del Mantaro / valle del Huancamayo, foto aerea 01: http://www.enterados.pe/turistico/2894-junin-los-invita-a-la-semana-turistica-del-valle-del-mantaro
Valle del Mantaro / valle del Huancamayo, foto aerea 02:
https://www.tripadvisor.com.pe/LocationPhotoDirectLink-g1515362-d2310318-i121920837-El_Valle_del_Mantaro-Junin_Junin_Region.html
[14] Bull: https://pixabay.com/photos/agriculture-beef-bull-cattle-1850904/
[15] Catalina Huanca: http://museodelosvecinos.com/catalina-huanca/
[16] Huancayo, parque de la Identidad: Vídeo: Visitando el Parque de la Identidad Huanca: https://www.youtube.com/watch?v=UmCL-DUFYZY (1'3'')

[17] Andentrommel (Ketschua: Tinya): https://es.wikipedia.org/wiki/Tinya

Mapas
[mapa01] Mapa del Perú con el imperio Wari y con el imperio Tiahuanaco: https://de.wikipedia.org/wiki/Wari-Kultur
Von Map: by Zenyu. German Edition: Meister. - Diese Datei wurde von diesem Werk abgeleitet: Huari-with-tiahuanaco.png, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=543022

[mapa02] Huancayo con la ruina Warivilka: google maps

[mapa03] Peru con Lima+Huancayo+valle del Mantaro: google maps, con añadiduras de Michael Palomino 2019



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