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Diskriminierung und Raub an den Mapuche-Ureinwohnern in Chile

Systematischer Landraub mit Zwangsdeportation auf ärmere Böden - Diskriminierungswelle und Psycho-Terror unter Pinochet gegen die Mapuche - Mapuche-Delegiertenversammlung 2003 - etwas mehr Gleichberechtigung - sozio-ökonomischer Rassismus - Manipulationen - Ethno-Tourismus - Verbindungen ins Ausland - Amnesty 2007 - "Schulprojekte" - Diskriminierung im Bildungssystem

von Michael Palomino (26.2.2010,

geschrieben einen Tag vor dem grossen Erdbeben von 2010)

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Die Diskriminierung der Mapuche in Chile mit Zwangsdeportation und Zwangsumsiedlung und Landraub

Zwischen 1860 und 1885 wurden nach neuen Eroberungen der Rassisten-"Christen" viele Mapuche-Ureinwohner zwangsverschleppt, das heisst, die weissen Rassisten-"Christen" behaupteten, der gute Boden gehöre nun den Weissen, und die Mapuche dürften nur auf ärmeren Böden leben. Also wurden alle Mapuche-Einwohner, die auf guten Böden lebten, in Regionen mit ärmeren Böden zwangsdeportiert und zwangsumgesiedelt [web01]

1885 wurden die Mapuche in Argentinien von den weissen Kolonisatoren-Rassisten komplett enteignet, in die argentinische Armee "integriert", oder entführt und in die weissen Städte deportiert und auf weisse Familien "verteilt" bzw. "adoptiert", v.a. in der Region "El Retiro". Die "Adoption" bestand aus Sklaverei im Haushalt [web02].

Ziel der weiss-rassistischen Regierungen Chiles war immer,die Mapuche "in eine Nation zu integrieren, die nicht die ihre ist." So betrieb es auch die dominante, rechte Presse, z.B. die Tageszeitung "Mercurio" [web03].

Die weiss-rassistischen Regierungen in Chile waren also nicht imstande zu erkennen, dass die Mapuche einen kulturellen Reichtum darstellten, sondern sie sollten sich als Rechtlose anpassen, so wie die Eingeborenen in den "USA", bzw. die chilenischen Regierungen regieren bis zu Allendes Zeiten und dann unter Pinochet so rassistisch wie die "USA" [web04].

In Chile begann die Allende-Regierung 1970-1973 mit Landrückgaben an die Mapuche [web02].

Die Pinochet-Regierung liess ab 1973 die Mapuche wiederum systematisch verfolgen.

<Im Laufe der Pinochet-Diktatur wurde das zuvor als unverkäuflich eingestufte Gemeinschaftsland der Mapuche zum Verkauf freigegeben, riesige Ländereien wurden zudem einfach geraubt und diejenigen, die sich für die friedliche Rückgabe einsetzten, waren der Verfolgung ausgesetzt.> [web05]

Die Pinochet-Diktatur machte die Landrückgaben, die unter Allende durchgeführt worden waren, rückgängig und vermachte das Land wieder den Grossgrundbesitzern [web02].

Pinochet agierte also wie ein rassistisch-"amerikanischer" Präsident. Ureinwohner sollten keinen Boden zurückbekommen.

<Pinochets Ausspruch [war]: "Es gibt keine Ureinwohner - Wir sind alle Chilenen". Daraufhin wurden den Mapuche langsam, aber immer weitergehend Rechte aberkannt; die Diskriminierung stieg und ist heute [ca. 2009] noch zu spüren.> [web01]

Nach Pinochets Rücktritt änderten die chilenischen, "demokratischen" Regierungen nicht viel an der Praxis, über Mapuche-Land zu verfügen. Ein Beispiel ist z.B. die italienische Firma Bennetton, die 1990 über 900.000 ha Mapuche-Land zusammengekauft hatte (Vergleich: Zypern hat 925.000 ha). Bennetton betreibt dort planmässig Schafzucht für die Merino-Wolle. Benneton hat das Land eingezäunt, so dass nomadisch lebende Mapuche mit ihren kleinen Schafherden keinen Zugang mehr zum Wasser haben [web02].

Die Reichen in Chile sind v.a. reich
-- wegen der Kupfervorkommen (Kupferminen)
-- durch Arbeit in den Chefetagen der Firmen in Chile [web06].

Gleichzeitig wollen viele Mapuche ihre Lebensform des einfachen Lebensstils nicht aufgeben:

<Es ist offensichtlich, dass jene Mapuche damit auch bei ihrer einfachen Lebensform bleiben und ihren beruflichen Weg nicht in der chilenischen Wirtschaft finden werden, was zwar die Beibehaltung ihrer Traditionen, oft aber auch Armut bedeutet. Aufgrund der relativ starken Bevölkerungszahl (in Chile derzeit ca. 603.000) wandern jedoch viele Mapuche in die grösseren Städte ab (Santiago, Valparaiso, ...).> [web01]


Psycho-Terror gegen Mapuche wegen Hautfarbe, Haarfarbe etc. - Diskriminierung bei Arbeit und Beruf

Konkret: Es kam zu Diskriminierung wegen Nachnamen, wegen dunkler Hautfarbe, oder wegen der schwarzen Haare:

-- Diskriminierung in Schulen mit Belästigungen und Beleidigungen
-- Diskriminierung an öffentlichen Einrichtungen
-- Diskriminierung wegen des Nachnamens bei der Arbeitssuche
-- Mapuche sind in den staatlichen Fernsehsendern nicht vertreten, die Ansagerinnen sind alles Gringo-Blondinen.

Die Mapuche waren nicht die einzigen Opfer des chilenischen Rassismus. Auch Kinder mit bolivianischem Akzent wurden diskriminiert und gehänselt.

Den Lehrpersonen war die Diskriminierung und die Hänseleien egal, nicht so wichtig, oder Massnahmen nützten nichts [web06].

Mapuche-Migranten vom Land, die in Santiago Arbeit suchten, hatten lange nur eine Chance, in Bäckereien zu arbeiten [web06].

Und im chilenischen Militär herrschen bei der Marine und bei den Kampffliegern deutsche Nachnamen vor [web06].

2003: Mapuche-Delegiertenversammlung und gemeinsame Strategie

Im Jahr 2003 fand in der chilenischen Stadt Lota eine erste grosse Mapuche-Delegiertenversammlung statt (Mapuche-Kongress: "Für eine strategische Einheit des Mapuche-Volkes"), um eine eigene Vertretung zu bilden.

Gleichzeitig befanden sich 95 Mapuche als politische Gefangene in chilenischen Gefängnissen.

"zur gleichen Zeit, als in Lota der Kongress tagte, [wurden] zwei Mapuche in Temuco zu je fünf Jahren Haft verurteilt, weil sie sich für die Rückgabe ihres Landes eingesetzt hatten."

Die Rechte der Mapuche waren 2003 immer noch nicht in der chilenischen Verfassung verankert [web05].

Das Gesetz der weiss-"christlichen" Rassisten in Santiago über die Eingeborenen (Ley Indígena N.19.253) und die Nationale Körperschaft für Indigene Entwicklung (CONADI) brachten bisher keine Verbesserung für die Mapuche, u.a., weil rund 400.000 urbane Mapuche nicht berücksichtigt waren [web05], sondern für die Rassisten wahrscheinlich schon als "integriert" galten [web04].

<Auch das grossangelegte staatliche Projekt "Orígenes", das zur allgemeinen wirtschaftlichen, gesundheitlichen und kulturellen Verbesserung der indigenen Bevölkerung Chiles beitragen soll, hat bisher keine wesentlichen Änderungen bewirkt und wird - im Gegenteil - stark kritisiert.> [web05]

Anscheinend sollten die staatlichen Gesetze die Mapuche spalten oder "integrieren" helfen [web04].


2010: Mapuche mit etwas mehr Gleichberechtigung

Die Arbeitssuche für Mapuche ist heute (2010) kein Problem mehr. Wenn sie genügend vorbereitet sind, können sie in jeder Firma arbeiten, oder die Firmen bieten sogar Kurse an [web07].


SOZIO-ÖKONOMISCHER RASSISMUS IN CHILE

Bis heute [2010] ist es so, dass ein Firmenchef einer Putzfrau nicht "Guten Tag" sagt, und hohe Angestellte und niedrige Angestellte essen in Chile in getrennten Kantinen [web06].

Insgesamt bewirkt die Globalisierung aber eine verschärfte sozio-ökonomische Diskriminierung der Mapuche gegenüber der vorherrschenden Wirtschaft des Landes (Geld-Rassismus) [web06].


MAPUCHE WERDEN Z.T. VON EUROPÄERN MANIPULIERT

Gleichzeitig sind in der Mapuche-Bevölkerung immer wieder europäische Manipulatoren am Werk, die die Mapuche gegen die chilenische Regierung aufhetzen. Gemäss Gerüchten soll auch die spanische ETA bei den Manipulationen der Mapuche gegen die chilenische Regierung beteiligt sein [web07].


Wirtschaft: MAPUCHE-ETHNO-TOURISMUS

<Die hartnäckigen Mapuche haben jedoch einen anderen Weg gefunden, um sich zu erhalten und ihr Ansehen zu verbreiten: den steigenden EthnoTourismus. Touristen können in den typischen Ruka (Häuser aus Holz und Lehm) oder in Zelten schlafen und die Lebensform der Mapuche hautnah miterleben - eine Chance, die man sich nicht entgehen lassen sollte.> [web01] siehe die Webseite über das alte Mapuche-Haus "Ruka", das zum Tourismushaus wird.


Mapuche-Verbindungen im Ausland

Die Mapuche haben im Ausland ihre Vereinigungen, z.B.

-- in Stuttgart die Vereinigung "Los Mapuches e.V." [web08]


2007: Amnesty International wettert gegen die rassistische, chilenische Regierung

Am 31.5.2007, im Vorfeld des Schweiz-Besuchs von Chiles Präsidentin Bachelet, reklamierte, Amnesty International, dass in Chile immer noch irreguläre Gefängnisbedingungen und die Diskriminierung der Mapuche herrschen würden, was mit der schweizerischen Aussenministerin Calmy-Rey "diskutiert" werden sollte. Auch Pinochets Amnestie-Gesetz sollte abgeschafft werden [web08].

Die Mapuche-Kinder leiden unter einer starken Diskriminierung im chilenischen Bildungssystem [web09].

"Die Mapuche-Kinder leiden bis jetzt [2010] unter einer starken Diskriminierung im chilenischen Bildungssystem" [web09].

Insgesamt hat das staatlich-chilenische Bildungssystem seit Pinochet nur ein sehr tiefes Niveau, und nur Privatschulen haben ein hohes Niveau. Pinochet liess alles privatisieren, auch das Schulsystem, und so bleiben die staatlichen Schulen ohne Niveau, und nur die teuren Privatschulen bilden die Kinder gut aus. In den staatlichen Schulen von Chile wird nur Lesen und Schreiben gelernt, mehr nicht. An dieser Tatsache hat auch die Demokratisierung des Landes nach Pinochet nichts verändert [web06]. Das ist leider wirklich nicht sehr "demokratisch", sondern das ist die Nachahmung der rassistischen "USA"... [web04]

Eine andere Webseite sagt es deutlich:

<Das Bildungssystem ist weitestgehend privatisiert; wer dazu gezwungen ist, auf öffentliche, günstige Bildung zurückzugreifen, muss eine unzureichende Ausbildung und damit wesentlich schlechtere Berufschancen in Kauf nehmen. Dies hat wiederum die Konsequenz, auch seinen eigenen, künftigen Kindern den gleichen Weg nicht ersparen zu können.> [web01]


SCHULPROJEKTE

Der deutsche Verein "El Cultrún e. V." (Leipziger Strasse 40 (Whg. 1703) 10117 Berlin. Tel: +49 30 20 64 89 54) arbeitet an einer "Schule zwischen zwei Welten" in der Region Forrahue [web09].

Solche "Schulprojekte" nützen aber nicht viel, wenn immer nur die teuren Privatschulen gute Ausbildungen anbieten, denn für die teuren Privatschulen haben die Mapuche schlichtweg kein Geld [web04].


STIPENDIEN: DISKRIMINIERUNG DER MITTELSCHICHT

Stipendien werden in Chile nur unter strengen Bedingungen erteilt:

-- der Stipendienbewerber muss originaler Mapuche sein
-- oder muss aus der Armenschicht stammen.

Also haben Jugendliche der Mittelschicht keine Aussicht auf Stipendien und müssen ihr Studium auf Kredit finanzieren, eine fatale Situation [web06].

Dies sagen auch andere Webseiten:

<Zwar gibt es Stipendien vom Staat, die jedoch bei weitem nicht ausreichend sind. Mit dieser Hilfe werden die Ärmsten unterstützt. Die Leidtragenden jedoch, das sind diejenigen, welche die Unterstützung knapp verfehlen. Ein Universitätsabschluss mit Schulden ist die Folge, wenn sich die jungen Leute überhaupt zu diesem Schritt motivieren können.

Im Angesicht dieser Situation habe ich unwillkürlich die damalige Lage Deutschlands bezüglich der Studiengebühren verglichen. Der grosse Unterschied zu Chile ist jedoch, dass in Deutschland trotz der Gebühren ein Studium für die übergrosse Mehrheit möglich ist; in Chile dagegen bedeutend schwieriger, weil das Einkommensniveau deutlich geringer, die Kosten für Bildung jedoch viel höher liegen. Somit bleiben viele Potentiale ungefördert, was eine erfolgreiche Entwicklung des Landes signifikant hemmt. Die Bildungspolitik steht allerdings kritisch im Fokus, so dass Änderungen zum Positiven erfolgen könnten.> [web01]

Und somit sind die armen Familien der Mapuche automatisch diskriminiert, weil die Mapuche-Kinder keine Möglichkeit haben, eine gute Privatschule zu besuchen, weil den Mapuche das Geld fehlt, bzw. in den Mapuche-Regionen gibt es gar keine guten Privatschulen, weil dort niemand das Geld für Privatschulen hat.

Insofern gibt es in Chile kein "Bildungssystem", sondern es ist ein Verdummungssystem, dem nur die reichen Familien entfliehen können [web04]. Dieses Verdummungssystem entspricht so ziemlich dem "Schulsystem" der "USA". Es fragt sich, wieso die "demokratischen" Regierungen seit Pinochet in Bildungsfragen die "USA" zum Vorbild nehmen und nicht die Schweiz oder Frankreich. Es scheint für die "demokratischen" Regierungen Chiles einfach bequemer, nichts zu tun... [web04]





Quellen
[web01] http://www.urlaube.info/Chile/Bevoelkerung.html
[web02] http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/6581
[web03] http://www.mapuche-nation.org/deutsch/html/nachrichten/artikel-05.htm
[web04] Schlussfolgerung Palomino
[web05] http://www.gfbv.it/3dossier/ind-voelker/lota2003.html
[web06] Auskunft einer Chilenin des linken Lagers gegen Pinochet
[web07] Auskunft einer Chilenin des rechten Lagers, bewertet Pinochet überwiegend positiv
[web08] http://www.blogtoplist.com/marketing-seo/blogdetails-2315-2.html
[web09] http://www.cultrun.de/zweites.htm



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